HIM - Screamworks: Love In Theory And Practice

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VÖ: 12.02.2010
Bandinfo: HIM
Genre: Dark Rock
Label: Warner Music
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Lineup  |  Trackliste

Wenn es draußen immer noch schneit und der Winter sich dem Frühling noch nicht geschlagen geben will, scheint die perfekte Zeit gekommen zu sein, um wieder einmal ein neues HIM-Album auf den Markt zu werfen. Mit "Screamworks: Love In Theory And Practice" melden sich die Finnen rund um Front-Wunderwuzzi Ville Valo bereits mit ihrem siebten Studioalbum zurück und trotz depressiv angehauchter Jahreszeit zeigen die fünf finnischen Jungs wieder einmal veränderte stilistische Seiten an sich. Nach dem melancholischen Vorgänger "Venus Doom", der sich vom herkömmlichen Gothic Rock etwas abgewandt hat, ändern HIM auf "Screamworks: Love In Theory And Practice" ihren musikalischen Output erneut ein wenig ab und geben sich rockiger und vor allem leichtfüßiger als noch vor zweieinhalb Jahren.

Die Gründe für diesen minimalen Wechsel mögen vielleicht an den privaten Verhältnissen von Ville Valo liegen, die sich in letzter Zeit wieder dem Besseren zugewandt haben. "Screamworks: Love In Theory And Practice" dreht sich thematisch - wie der Titel schon nahe legt - vor allem um die Liebe in all ihren Gestalten und Ausformungen. Das Album gliedert sich in dreizehn Teilgeschichten, die in sich abgeschlossen irgendwie alle zusammenhängen. Textlich hat man sich also einiges angetan und auch auf der instrumentellen Seite liefern die Jungs wiederum einwandfreie Arbeit ab. Die Musik orientiert sich mehr an den älteren Alben der Band und könnte am ehesten mit der guten, alten "Razorblade Romance" verglichen werden, denn auch dort wechselten sich stampfende Rocker mit sanfteren Tönen ab und ergaben ein homogenes, in sich funktionierendes Gesamtbild.

Genau das trifft auch auf "Screamworks: Love In Theory And Practice" zu. Von der Mainstream-getrimmten Vorab-Single "Heartkiller", die trotz allem gut geworden ist, bis über das treibende "Katherine Wheel" und das eher HIM-untypische "Like St. Valentine" bietet das Album eine perfekte Zusammenfassung des bisherigen Schaffens der Finnen. Ville Valo melden sich wieder erfolgreich und vor allem überzeugend zurück und beweisen, dass man mit dem Heartagramm noch eine Weile rechnen kann. Nur weiter so...

Ein Interview mit dem HIM-Bassisten Migè könnt ihr hier nachlesen...



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: mat (15.02.2010)

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