Obscure Infinity - Into The Dephts Of Infinity

Artikel-Bild
VÖ: 00.00.2010
Bandinfo: OBSCURE INFINITY
Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

Es mag ungewöhnlich sein, ein Review mit mahnenden Worten zu beginnen, doch beim Anblick der OBSCURE INFINITY EP “Into The Depths Of Infinity” wird mir Angst und Bange: Ein einfacher CD-Rohling ohne Beschriftung oder sonstige beeindruckende Effekte wird in ein merkwürdig aussehendes Booklet reingesteckt und verschickt. Dabei sieht das Cover wenig begeisternd aus, wenngleich es im Vergleich zum Rest des Booklets noch eher überzeugen kann: Die Texte zu lesen, bedeutet auch, sich Kopfschmerzen einzufangen, da die roten Buchstaben auf dem dunkelgrauen Untergrund nur mit Anstrengung zu lesen sind.

Dabei ist die Musik keineswegs so schlecht wie der miese Ersteindruck vermuten lässt. Zuerst darf man einem akustischen Intro lauschen, das anscheinend von DISSECTION inspiriert wurde. Danach gehts eindeutig in Richtung “old school death“. Von Trendhaschereien und irgendwelchen Core-Anbiederungen lässt sich hier nichts erkennen. Nach einem rasanten Beginn wechselt “Tomb of Mortality“ immer wieder ins Midtempo und setzt auf groovige Gitarrenriffs. Besonders nett ist der Titeltrack, der zunächst beinahe in Doom Gefilden agiert. Natürlich setzen INTO OBSCURITY nicht ausschließlich auf langsam walzende Riffs, sondern variieren abermals das Tempo.
Dabei wird oft deutlich, dass die Musiker sich gerne an GRAVE und ASPHYX orientieren, was sicherlich keine schlechten Referenzen sind.

Was OBSCURE INFINITY noch fehlt, ist ein Quäntchen Originalität. Die Band klingt keineswegs schlecht und wird Death Metal-Fans durchaus zusagen. Doch leider (oder doch: zum Glück?) gibt es eine Vielzahl an Bands, die gutklassigen Death Metal fabrizieren. Um aus der Masse herauszustechen, braucht es noch zwingendere Songs und etwas mehr an eigener Note. Somit kann ich der Band nur raten, den eigenen Stil weiter zu verfeinern und etwas professioneller zu Werke zu gehen. Die guten Ansätze sind vorhanden, doch insgesamt geht das sicher noch besser! Den Punkt „visuelle Aufbereitung“ exkludiere ich dank des „Undergroundbonus“ nun mal aus meiner Bewertung.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: El Greco (22.02.2010)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: LAMB OF GOD - Lamb Of God
ANZEIGE