Excalion - High Time

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VÖ: 29.01.2010
Bandinfo: EXCALION
Genre: Melodic Metal
Label: Limb Music
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Lineup  |  Trackliste

Da schau ich in unseren internen Bereich und erspähe eine Powermetal Band die ich nicht kenne (und wer mich kennt weiß, dass das eigentlich technisch unmöglich ist). Die Jungs aus Finnland überraschen mich gleich vom ersten Ton weg. Hier wird Power Metal wie zu Destiny und Infinite Zeiten zelebriert. Als erstes presst einem (und der Sound drückt wirklich sehr schön) "Enter A Life" aus den Boxen. Ein Singletauglicher Doublebass Kracher wie aus dem Bilderbuch.

Bei "From Somewhere to Anywhere" packen wir die Schulterpolster und die Lederjacken wieder aus der staubigen Kiste aus und kehren mit einer sehr druckvollen 80er Nummer (mit dem ein oder anderem Keyboard) in die Vergangenheit zurück. Auf einer guten Powermetal Scheibe darf eine orientalisch angehauchte Nummer nicht fehlen und so lädt einen "Sun Stones" zum Bauchtanzen ein. Besonders hervorheben möchte ich hier die besonders gelungen Orchestration. Natürlich darf auch eine Midtempo Song nicht fehlen der in Form von "Flag in Line" in einer leider etwas langatmigen und abgedroschenen Form dar geboten wird. Im Lied "Bring on the storm" hat wohl jemand ein bisschen zu viel Kamelot gehört. Ich finde es ja ok wenn man sich inspirieren lässt aber ich finde es sehr uncool wenn man Refrains 1/1 übernimmt. Und das hier ist leider nun mal Karma. Mit "The shroud" landen wir bei der 2. Midtempo Nummer die allerdings sehr gelungen ist. Druckvolle Chöre und sehr nett arangierte Keyboards runden das Bild sehr schön ab. "Firewood" ist eine schon fast gothic angehauchter Keyboardlastiger Song mit viele Atmosphäre und einem perfekten Arrangement. Als nächstes wird es etwas eisig. "Quicksilver" ist stark an SONATA ARCTICA angelehnt. Besonders Stark find ich hier die Gesangs Leistung von Jarmo Pääkkönen. Die obligatorische Ballade "A walk on a broken Road" könnte schon fast aus einem Soundtrack stammen. Ein sehr nett gemachte Orchester Runde mit ein bisschen Kitsch. Als Abschluss dient der "Forever Song". Ein sehr eingäniger Refrain und ein gut durchdachter Mittelteil bilden ein sehr schönes Gesamtkonzept.

Alles in allem liefern die Finnen ein sehr starkes Album ab, das nach dem etwas flauen Jahr 2009 wieder hoffen lässt.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Shiranion (24.02.2010)

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