Brian Howe - Circus Bar

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VÖ: 26.02.2010
Bandinfo: Brian Howe
Genre: AOR
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Die italienischen Plattenmeister von Frontier Records scheinen derzeit einen Höhenflug zu erleben und sich zur AOR- bzw. Hard Rock-Hochburg zu mausern. Können die Napolitaner mit WHITESNAKE nicht nur einen hochkarätigen Zugang vermelden, nein, auch die BAD COMPANY-Frontlegende BRIAN HOWE, der seinerzeit Paul Rodgers am Mikro der Rock-Institution abgelöst hat, kann via Frontier Records sein zweites offizielles Soloalbum veröffentlichen. Der Mann, der auch schon für TED NUGENT Vocals eingesungen hat, liefert mit "Circus Bar" ein astreines AOR-Album ab, das man in dieser Form nur bedingt erwarten konnte.

Über 13 Jahre ist es bereits her, dass HOWE sein Solodebüt "Tangled In Blue" (später in "Touch" umbenannt) veröffentlicht hat und den damals eingeschlagenen Kurs setzt der Mann auch auf "Circus Bar" fort. Einziger Unterschied: Das Material wirkt noch um eine Spur radiotauglicher und auch die Produktion wurde an das fortgeschrittene Jahr 2010 angepasst. BRIAN HOWE hat sich auf Guatemala zurückgezogen, um die hier gebotenen Songs zu schreiben und sie später mit einigen Kollegen auf Konserve zu pressen. Wie gesagt, der geneigt FOREIGNER- und SURVIVOR-Fan, der mit massenkompatiblem Stadionrock und angepassten Balladen kein Problem hat, hat in "Circus Bar" mit Sicherheit eines der Highlights des heurigen Musikjahres gefunden.

BRIAN HOWE spielt sich durch 14 Titel, wovon zwei Songs ("Holy Water" und "How 'Bout That") Neuaufnahmen alter BAD COMPANY-Klassiker darstellen. Stilistisch hält er sich dabei im gemäßigten AOR-Bereich auf. Will heißen, dass die Songs eingängiger nicht sein könnten, die Refrains sofort ins Ohr gehen und die spärlich eingesetzten Gitarrenpassagen für genügend Stimmung sorgen können. "Circus Bar" klingt wie eine gute Mischung aus BON JOVI, BRYAN ADAMS und den Label-Kollegen von GIANT, die auch gerade für ein neues Album sorgten. Alles in allem klingt BRIAN HOWE stimmlich wie eh und je (soll heißen sehr gut!), in punkto Songwriting orientiert sich "Circus Bar" aber zu sehr an aktuellen Rock-Sellern wie DAUGHTRY. Auch wenn das wahrscheinlich nicht wirklich gewollt war, hätte etwas mehr AOR-Nostalgie dem gesamten Material mit Sicherheit gut getan. Übrig bleibt ein gutes, an alte Zeiten erinnerndes, perfekt eingesungenes, aber leider überhaupt nicht zwingendes Album. Für Fans zwar unumgänglich, alle anderen sollten lieber zuvor mal ein Ohr riskieren!

PS: Das vom Label angegebene Genre 'Heavy Metal' sollte dabei wirklich noch mal überdacht werden...



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: mat (02.03.2010)

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