Engelsstaub - Ignis Fatuus: Irrlichter (Re-Release)

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VÖ: 15.12.2009
Bandinfo: Engelsstaub
Genre: Neofolk
Label: Cargo Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Musik von ENGELSSTAUB ist weder leicht in ein Genre einzuordnen, noch kann man sie als easy-listening bezeichnen. Auf dem Re-Release von "Ignis Fatuus: Irrlichter", das ursprünglich 1994 erschienen ist und nun von Appolyon/Cargo Records in einer ansprechenden Edition neu veröffentlicht wird, spielen Melancholie und Tiefgründigkeit die Hauptrolle.

Das Werk lädt mit seiner zugleich mystischen und dennoch besinnlichen Art ein, sich zurückzulehnen und 45 Minuten so richtig abzuschalten, um die musikalischen Aspekte uneingeschränkt in sich aufnehmen zu können. "Ignis Fatuus: Irrlichter" so nebenbei zu hören, ist nicht zu empfehlen. Die Stücke entwickeln Atmosphäre, die man einfach wirken lassen muss. Es ist eine auditive Reise, die die Sinne fordert. Dabei bauen die Songs in ihren Stimmungen aufeinander auf, so dass die Hervorhebung einzelner entfällt. Vielmehr muss man sich das Album als Gesamtheit anhören, um dieser Sinnesreise mit all ihren Reizen folgen kann.

Es wird auf "Ignis Fatuus: Irrlichter" eine dunkel-melancholische Grundstimmung mit gegensätzlich wirkenden und leichtmütig erscheinenden folkigen Weisen und teilweise majestätischen Klassikarrangements vermischt. Das Ergebnis sind romantische Melodien, die etwas sphärisch und sogar leicht hypnotisch im Ohr des Hörers ankommen. Wenn man sich wirklich auf die Musik konzentriert, kann man sich kaum der Faszination entziehen, die sie ausübt. Stilistisch trifft hier eine Art ambienter Gothic auf Neofolk. Klassische Elemente und Anleihen des Dark Wave runden den Sinnesreigen ab.

"Ignis Fatuus: Irrlichter" war damals schnell vergriffen, und so darf sich der geneigte Anhänger dieser düster-romantischen Musik über das Re-Release freuen. Es kommt in einer grafisch schön aufgemachten Digi-Pack-DVD-Hülle. Alle Songs wurden überarbeitet, und mit "Ignis Fatuus: The Call Of Nephthys" wurde für die Wiederveröffentlichung noch ein bisher unreleaseder Track mitaufgenommen, der sich perfekt einfügt. Wem damals das erste Release entgangen ist, greift heute zu!



Ohne Bewertung
Autor: Django (11.03.2010)

WERBUNG: Hard
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