Opera IX - Call Of The Wood (Re-Release)

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VÖ: 15.01.2010
Bandinfo: Opera IX
Genre: Symphonic Black Metal
Label: Peaceville Records
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Lineup  |  Trackliste

Im Rahmen der OPERA-IX-Re-Releases von Peaceville Records, ist diesmal das allererste Album der Band, "The Call Of The Wood" dran, das ursprünglich im Jahre 1995 erschienen war. Man merkt auch ganz eindeutig, dass OPERA IX da noch nicht ganz genau wussten, wohin die Reise gehen soll. Der Symphonic Black Metal, der die späteren Alben auszeichnen sollte, war zwar ansatzweise schon vorhanden, doch war stilistisch zum Großteil noch ein gothisch angehauchter Dark Metal bestimmend, der auch schonmal in doomige Bereiche überwechselte.

Das vielseitige Gitarrenspiel von Ossian kann auf "The Call Of The Wood" noch nicht so sehr Akzente setzen, wie es ihm später gelang. Die Anteile des Keyboard, das Session-Musiker Silent Bard bediente, waren dafür ungemein größer als später. Dadurch klingen die Hooks teilweise weniger kraftvoll und gelegentlich driften die Melodien sogar etwas in billig-kitschige Gefilde ab. Sogar Cadaveria konnte ihre Stimme noch nicht so variabel einsetzen. Ihre Growls stellten zwar schon damals etliche männliche Kollegen in den Schatten, doch präsentierte sie sich beispielsweise auf "The Black Opera" wesentlich variantenreicher. Auch produktionstechnisch kränkelte "The Call Of The Wood" noch an der fehlenden Professionalität. Der Sound klingt manchmal für das Genre einfach zu dünn.

"The Call Of The Wood" ist jetzt nicht unbedingt ein schlechtes Album, doch vergleichend mit späteren Werken, haben OPERA IX hier den Zenit ihres Songwritings noch längst nicht erreicht. Die Songs präsentieren sich gewohnt vielschichtig und in epischer Länge. Doch mitreißende Melodielinen sind spärlicher gesteckt. Das Erwecken einer mystisch-okkulten Atmosphäre gelingt den Italienern aber auch auf "The Call Of The Wood" durchaus. Doch da ich die anderen Alben als Messlatte heranziehen muss, kommen OPERA IX mit ihrem Debut nur ganz knapp über Durchschnitt hinaus. Daran können auch die beiden Bonus-Tracks nichts ändern, die dem Re-Release spendiert wurden, und die Spielzeit des Albums auf beachtliche 68 Minuten strecken.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Django (22.03.2010)

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