Barren Earth - Curse Of The Red River

Artikel-Bild
VÖ: 02.04.2010
Bandinfo: BARREN EARTH
Genre: Dark Metal
Label: Peaceville Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die „Our Twilight“ vier Song-EP vom November 2009 hat es bereits leise anklingen lassen: Diese neue finnische Supergroup könnte der nächste Bigplayer im Bereich des Düstermetals werden. Innerhalb ihrer Heimat sowieso, das nun vorliegende Album „The Curse of the Red River“ hat aber genügend Potential um die Truppe auch international durchstarten zu lassen.

Knappe 55 Minuten lang wird hier sogar noch konsequenter und auch Aufsehen erregender diese wohl nur in Finnland zu produzierende Mixtur aus melodiös wie depressivem Death Metal und eine Spur positiver gestimmten Dark Metal Versätzen zum Besten gegeben. Neben dem EP Titelsong finden sich auf dem regulären Album, welches wiederrum von Peaceville Recrods unters Volk gebracht wird, acht neue Stücke, allesamt erneut von Großmeister Dan Swanö soundtechnisch aufpoliert und gerade wenn BARREN EARTH in diese schon okkult zu bezeichnende Psychedelic Rock Schiene abdriften, darf man das Wort genial ohne schlechtes Gewissen oder übertriebenem Enthusiasmus in den Mund nehmen. Das fängt schon beim ansonsten eher zäh dahin kriechenden Titelsong an, wo sich im vor Progressivität nur so strotzenden Instrumentalteil urplötzlich JETHRO TULL inspirierte Querflöten Töne ihren Weg aus den Boxen bahnen. Aber auch ein „The Ritual of Dawn“ muss erwähnt werden, noch nie ist es einer Kapelle gelungen SAVATAGE-artige Sounds in einen Düstersong zu integrieren, BARREN EARTH schaffen dieses Kunststück mit Bravour und die ganze Geschichte funktioniert auch noch!

Besonders hervorheben muss man auf „The Curse of the Red River“ auf jeden Fall SWALLOW THE SUN Sänger Mikko Kotamäki, der Kerl hat vom zerbrechlich ruhigem („Flicker“) bis hin zu der bitterbös gutural ausgerichteten Gesangsweise alles zu bieten was des Düsterheimers Herz erwärmen (oder erstarren wie man’s nimmt!) lässt. BARREN EARTH, diese nicht zu Unrecht als Supergroup verschriene finnische Gemeinschaft, hat die Latte mit ihrem Debütalbum schon immens hoch gelegt, bleibt zu hoffen, dass außer den bis dato bestätigten eher spärlichen Liveauftritten der Herren da noch viel mehr kommen wird, denn gerade zu später Stunde, des Nächtens, vielleicht auch noch in nasskalter Nebelverhangener Herbstzeit dürfte dieses Album erst seine wahre Blüte, sein wahres Ich offenbaren. Bis es soweit ist, heißt es Vorhänge zu ziehen, ein paar Kerzen anzünden und mit BARREN EARTH mitleiden/hoffen/sinnieren!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (30.03.2010)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Benediction - Scriptures
ANZEIGE