Order Of Ennead - An Examination of Being

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VÖ: 23.04.2010
Bandinfo: Order Of Ennead
Genre: Death Metal
Label: Earache Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

ORDER OF ENNEAD ist ja neben DEICIDE die zweite Spielwiese von Drummtier Steve Asheim, die jetzt nach dem 2008er selbst betitelten Debütwerk mit „An Examination Of Being” quasi die Reifeprüfung ablegen soll. Anders als bei DEICIDE, wo die Songwriterlast zu nahezu 100% auf Asheim’s Schultern lastet, stehen bei ORDER OF ENNEAD mit den Guitartwins Kevin Quirion (nebenbei auch noch für die Vokills zuständig!) und John Li dem schmächtigen Drummer zwei kongeniale Songschreiber zur Seite. Stilistisch konnte und durfte jetzt verglichen mit dem Debütalbum nicht wunderbar Neues erwartet werden, eine Kurskorrektur findet praktisch auch nicht statt, wozu auch, der Erstling strotzte nur so vor detailverliebtem Death Metal samt diverser Schwarzeinsprengseln, zwei Tugenden, die auch „- An Examination Of Being“ auszeichnen.

Wobei, nimmt man den Opener „The Concept of Our Extinction” als Maßstab könnten wir hier auch von einem reinrassigen Black Metal Werk sprechen, derart blasting und bitterböse kracht der Vier Minüter aus dem Gebälk. Hauptsächlich ist es sowieso das knarzige Organ von Kevin Quirion der ORDER OF ENNEAD heftig in die Black Metal Ecke drückt, zuweilen kann das schon reichlich arge Auswüchse annehmen, z.B. wenn in „The Scriptures of Purification“ reinrassiger Midtempo Heavy Metal auf diese kratzbürstenverwobenen Vocals trifft. Technisch macht der Truppe sowieso keiner was vor, warum allerdings gerade das prominentste Mitglied der Band unter einem dünn minimalistischen Schlagzeugsound leiden muss, weiß wohl nur Produzent Mark Lewis, oder Asheim persönlich. Tut der guten Scheibe zwar nicht wirklich einen Abbruch, dennoch darf man reüssierend feststellen, dass das Debütalbum in der Summe gesehen doch ein wenig mehr an Catchiness und auch zwingender Momente aufzuweisen hatte als „An Examination Of Being“!

Kleiner Rückschritt auf immens hohem Niveau, verschmerzbar, aber dennoch ein wenig ärgerlich, dieser Truppe hätte ich an sich den ultimativen death-blackischen Rundumschlag zugetraut, geworden ist es ein solides Hau-Drauf mit leichten Schwächen in der Vehemenz!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (16.04.2010)

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