Darkthrone - Circle the Wagons

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VÖ: 05.04.2010
Bandinfo: DARKTHRONE
Genre: Black Metal
Label: Peaceville Records
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Lineup  |  Trackliste

“Circle the Wagons” ist nicht nur eine amerikanische Redewendung, sondern auch das neue Album der Norweger DARKTHRONE. Dass diese Redewendung ihren Ursprung in der amerikanischen Geschichte hat, als es darum ging die Pferdewägen kreisförmig zu platzieren als Indianer angriffen, beweist die Covergestaltung mit Federn, Pfeil und Bogen. Seit der Veröffentlichung des Vorgängeralbum „Dark Thrones and Black Flags“ (2008) wurde an diesem Album gearbeitet.

Bei „I am the Graves oft he 80s“ wird versucht guten alten 80er Rock nachzuahmen. Abgesehen davon, dass man hier auch gesanglich etwas verändern müsste, passen die Black Metal Riffs nicht unbedingt ins Songgefüge. Textlich geht es darum dem neuen, modernen Metal Gene abzuschwören und es gar zu zerstören.

„Circle the Wagons“ versucht auch stimmlich mit der Rückkehr zu den Wurzeln und der Abgrenzung vom modernen Metal mitzugehen. Der Erfolg hält sich dabei in Grenzen. Es klingt abermals wie ein nostalgischer Versuch die Klänge der 80er durch Techniken des Black Metal wieder auferstehen zu lassen. Es lässt sich ohne Mühe erkennen, dass DARKTHRONE mit der Weiterentwicklung dieses Musikgenres nicht zufrieden sind.

Das Resultat zeigt sich, unter anderem in „I am the working class“ welches auf Punk und Arbeitergesellschaft aufmerksam zu machen versucht. Mit viel Fantasie lassen sich auch die, wahrscheinlich geplanten, Punk Riffs erkennen, jedenfalls bietet diese Nummer einen etwas abwechslungsreicheren Songaufbau und besitzt sogar eingängige Riffs. Das Album endet mit „Bränn Inte Slottet“ welches im Booklet als InstruMETAL Nummer bezeichnet wird. Die letzte Nummer schließt das Album mit einem rhythmischen Instrumentalstück ohne viele Experimente oder Ausflüge in andere Musikgattungen sauber ab.

DARKTHRONE wollten sich mit diesem Album vom Black Metal wegbewegen und erwähnen dies auch mit Kommentaren im Booklet. So werden die Songs des neuen Albums eher mit Motorhead, Slayer oder Agent Steel verglichen. Davon ist jedoch, auch mit sehr viel Einbildungskraft, wenig zu hören. Mag das Album doch deutlich weniger Black Metal Elemente aufweisen, an Sounds dieser Bands reicht es bei weitem nicht heran.



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Eva Thalhammer (26.04.2010)

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