Lord of the Lost - Fears

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VÖ: 19.02.2010
Bandinfo: LORD OF THE LOST
Genre: Gothic Metal
Label: Out of Line
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Lineup  |  Trackliste

Um dem Gothic Rock eine neue Note zu verleihen wurde 2008 die deutsche Band LORD OF THE LOST gegründet. Mit ihrem Debütalbum „Fears“ will die Düster- Combo ihren Durchbruch starten. Viele Live- Auftritte, wie zum Beispiel beim diesjährigen Wacken Open Air, sowie das Video zu „Last Words“ sollen zur Bekanntheit der Hamburger beitragen. Geboten wird eine ungewohnte, jedoch interessante Kombination von Industrial, Gothic und emotionalem Metal.

Nachdem „Last Words“ mit harten Riffs das Album eröffnet, geht es bei „Break your Heart“ schon eher ruhiger zu. Die Stimme des Sängers wirkt äußerst wandelbar. Erkennt man teilweise Elemente eines Vile Valo darin wird später wieder emotional gekreischt.

Das Album bleibt im weiteren Verlauf eher langsamer und sehr emotional. „Till death us do part“ ist trotz dem traurigen, Herz- Schmerzambiente eingängig. Gerade die schnörkellose Einfachheit dieser Nummer sorgt für Wiedererkennungswert. In „Prologue“ steigen sowohl Industrial Elemente sowie härtere Gitarren wieder ein. Bei flüchtigem hinhören wird man bei einigen, kleinen Riffs sogar an Deathstars erinnert. Einen Teufelskreis aus gesanglichem clean und scream findet man bei „Vicious Circle“ vor. Textlich dreht sich dieser circulus vitiosus einmal mehr um die Thematik der tiefen Trauer und des Schmerzes.

Früher oder später endet jedes Album und mit „Sooner or Later“ ist es auch in diesem Fall nicht anders. Der traurige Song weißt ein Maximum an Emotionalität auf was jedoch durch die Piano Unterstützung nicht so kitschig wirkt, wie man annehmen könnte. Mit ein wenig Geduld erhebt sich noch eine Art „hidden- track“ aus der tiefen Pein der letzten Nummer.

Zusammenfassend ein durchaus hörenswertes Album, auch wenn man teilweise das Gefühl hat, einzelne Gesangspassen und Riffs schon einmal gehört zu haben. Es sollte auch eine Affinität für Herz- Schmerzthemen vorhanden sein um Gefallen an „Fears“ zu finden. Grundsätzlich aber ein gelungenes Debütalbum, das sich außerdem durch die Wandelbarkeit der Leadstimme auszeichnet.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Eva Thalhammer (01.05.2010)

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