Dr. Dog - Shame, Shame

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VÖ: 04.05.2010
Bandinfo: Dr. Dog
Genre: (nicht klassifizierbar)
Label: Epitaph Records
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Lineup  |  Trackliste

Die 1999 gegründeten DR DOG aus dem schönen US-Bundesstaat Maine haben mit “Shame, Shame” ihren neuen, und wenn meine Informationen stimmen, fünften Longplayer veröffentlicht.

Wo man die Band musikalisch einordnet ist eine schwer zu beantwortende Frage. DR DOG selbst bezeichnen ihren Stil als Psychedelic Rock, aber dazu später mehr.

In ihrer Heimat scheint die Band recht beliebt zu sein. In ihrem Portfolio stehen sehr viele vergangene und zukünftige Konzerte, teilweise sogar ausverkauft. Ob ihnen dies auch in Europa gelingen wird, wage ich zu bezweifeln, zumal sich die Band meiner Meinung nach die falsche Zielgruppe durch ihre eigene stilistische Einordnung ausgesucht hat.

Das Album hat eigentlich gar nichts mit Psychedelic Rock zu tun. Da könnte man genauso gut behaupten, das Iron Maiden “Black Metal” spielen. Indie-Pop wäre wohl die bessere Bezeichnung. Die Musik ist ein Bastard aus 80´er Pop und Country mit den melodischen Elementen der End 60er Vocalgroups und etwas frühem britischem Gitarrenrock. JACK JOHNSON und die BEACH BOYS klingen in manchen Augenblicken auch noch durch. Gesanglich orientiert sich Mikrofonschwinger Scott McMicken teilweise an Reggae, an Country und den Songwritern wie John Sebastian. Leider ist seine Stimme auch ziemlich limitiert.

Hört man das Ganze an, denkt man aber unweigerlich an alte Dokus aus den 70´ern, bei denen sich irgendwelche religiösen Gruppierungen mit erhobenen Armen im Takt bewegen. Der Opener „Stranger“ kann zwar durch seine Melodien und netten Ideen in der Instrumentensektion gefallen, ist aber einfach zu brav geraten. Wenn die gelegentlich auftauchenden Fuzz-Gitarren als das psychedelische Element gelten sollen um die Stilbezeichnung zu verteidigen, dann bin ich damit einverstanden. Leider muss man sagen, das der Rest des Albums komplett in die gleiche Kerbe schlägt.

Egal ob „Mirror, Mirror“, „Station“, „Later“ oder die restlichen der insgesamt 11 Songs. Alle klingen wie oben genannter Stilmix. Das Songwriting ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Fazit: Insgesamt ein sehr schwaches und ziemlich seichtes Album ohne Höhepunkte.



Bewertung: 0.5 / 5.0
Autor: rauberer (14.05.2010)

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