Primal Fear - Live In The USA

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VÖ: 04.06.2010
Bandinfo: PRIMAL FEAR
Genre: Power Metal
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Vor knappen zwölf Jahren erschien das viel beachtete, selbstbetitelte Debüt einer gewissen deutschen Power Metal-Band namens PRIMAL FEAR, das sogleich einen, für den Heavy Metal-Sektor, überraschend hohen Einstieg in die Chartstabellen verbuchen konnte. Mittlerweile haben sich die Mannen rund um Frontsirene Ralf Scheepers und Bassist und Mastermind Mat Sinner auf dem europäischen Musikmarkt etabliert. Die anfänglich extrem deutlichen JUDAS PRIEST-Anleihen wurden größtenteils abgelegt und mit "16.6 (Before The Devil Knows You're Dead)" wohl eines der kompaktesten und gelungensten Alben ihrer gesamten Karriere abgelegt!

Grund genug also, um mit "Live In The USA" nach mehr als zwölfjährigem Bestehen ein amtliches Live-Dokument zu veröffentlichen. Auch wenn die Covergestaltung (ist die Schrift wirklich ein WordArt?!) eher wie ein Griff ins Klo anmutet, kann die musikalische Ausführung dieses Outputs richtig überzeugen. "Live In The USA" vereint nämlich ein regelrechtes Best-Of auf einer Scheibe. Mit "Riding The Eagle", "Under The Radar", "Six Times Dead (16.6)", "Killbound", "Hands Of Time" und dem etwas überflüssigen Intro "Before The Devil Knows You're Dead" ist "16.6..." gleich in sechsfacher Ausführung vertreten, das restliche Material ist quasi ein "Best Of All Times". Nackenbrecher wie "Battalions Of Hate", die Power-Ballade "Fighting The Darkness" in Überlänge und der obligatorische Rausschmeißer "Chainbreaker" dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen.

PRIMAL FEAR live on stage sind wirklich ein absolutes Erlebnis, das kann ich aus persönlicher Erfahrung bezeugen. Vor allem Muskelpaket Scheepers und sein stimmgewaltiges Organ sorgen bei einem Gig der Power Metaller für wohlige Schauer auf dem metallenen Rücken. Auf "Live In The USA" liefern die Deutschen erneut eine hochklassige Leistung ab, Scheepers singt und schreit, als ob es sein letzter Auftritt zu Lebzeiten sei und die Songs können (bis auf ein, zwei Ausnahmen) vollends überzeugen. Das Einzige, was mir auf der Platte ein wenig abgeht, ist der sonst teilweise so besondere Live-Faktor. Das Publikum ist nur selten zu hören und somit wirkt es an mancher Stelle, als ob man das Studioalbum der Jungs aufgelegt hätte...

Ansonsten ist "Live In The USA" aber ein weiterer Beweis, das PRIMAL FEAR zu den überzeugendsten Acts der europäischen Power Metal-Szene zählen und hoffentlich noch lange nicht von der musikalischen Bildfläche verschwinden werden. Übrigens gibt es diesen Auftritt nicht nur in CD-Form, das Ganze wird auch als Special-Edition mit beiliegender DVD released werden, was einen zusätzlichen Augenschmaus verspricht. Nur weiter so!



Ohne Bewertung
Autor: mat (01.06.2010)

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