Firecracker - Born Of Fire

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VÖ: 23.04.2010
Bandinfo: Firecracker
Genre: Melodic Rock
Label: Escape Music
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Lineup  |  Trackliste

Schwedischer Melodic Rock soll es sein, das Debüt "Born Of Fire" von FIRECRACKER, und schwedischer Melodic Rock ist auch drin! Gitarrist Stefan Lindholm (VINDICTIV) setzt dabei gleich zum Beginn des (überraschend langen) Openers "Blind Date" frickeltechnische Akzente in bester Malmsteen-Manier, Sänger Tommy Keverik (SEVENTH WONDER) erinnert mich phasenweise an Nachbar-Landsmann Tony Kakko, oder auch FALCONER-Fronter Matias Blad mit etwas höherem Timbre, ohne allerdings wirklich die charismatische Einzigartigkeit des Falkners zu erreichen, und das Songmaterial bewegt sich allgemein irgendwo im Dunstkreis von flottem Achtziger-Rock der Marke EUROPE, und gelegentlich (etwa beim durchaus flotten "Gamekeeper's Song") schrammt man auch schon am Melodic Metal der Marke ALTARIA oder frühen THUNDERSTONE vorbei.

Leider reicht für einen solchen aber die Produktion und der Härtegrad des Albums nicht ganz aus; vornehmlich bewegt man sich doch in AOR-Regionen, die eben durch die zahlreichen (und nicht unbedingt immer songdienlichen und zweckmäßigen) Gitarren-Fudeleien des Herrn Lindholm erweitert werden. So sticht auch kaum ein Song aus dem Fundus von FIRECRACKER hervor - weder im Guten, noch im Schlechten. Ob allerdings bei einer ohnehin schon relativen Knäppe von nur acht Songs davon zwei auch noch reine Instrumentalstücke (wenngleich auch zwei durchaus beeindruckende, die sich bestimmt auch gut in einer der nächsten Ausgaben des "Guitar Hero"-Videospiels machen würden!) sein müssen, darüber lässt sich diskutieren.

Unterm Strich bleibt somit ein etwas dünn, dafür aber definitiv sehr skandinavisch produziertes Album, mit Könnern an den Instrumenten, das aber auf Grund eines relativ unspektakulären Songwritings ohne wirkliche Gassenhauer und Highlights eher unter den zahlreichen Genre-Durchschnittsalben rangieren wird. Denn wirklich in Erinnerung bleiben hier nur die gelegentlich doch etwas übertriebenen Frickeleien der Leadgitarre; und kaum einer der Songs in seiner Gesamtheit. All jene, die gerne nicht allzu kantenreichen, melodischen Rock aus dem hohen Norden hören, könne aber bei FIRECRACKER dennoch mal reinhören; man kann seine Zeit sicher anderweitig weitaus schlechter verbringen.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Dragonslayer (07.06.2010)

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