Hole - Nobody's Daughter

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VÖ: 23.04.2010
Bandinfo: Hole
Genre: Alternative Rock
Label: Universal Music Austria
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Lineup  |  Trackliste

Nachdem sich von ALICE IN CHAINS über SOUNDGARDEN bis hin zu den STONE TEMPLE PILOTS bereits die gesamte Grunge-Elite der 90er wiedervereinigt hat, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch Courtney Love HOLE reaktivieren würde. Ihre Solokarriere hat sich ja nicht unbedingt besonders rosig entwickelt, und so versucht sie nun mit „Nobody`s Daughter“ an alte Erfolge anzuknüpfen. Die ehemaligen Bandmitglieder wollten Frau Love bei dieser Reunion nicht unterstützen, aber dafür konnte sie wieder auf prominente Songschreiber wie Billy Corgan (SMASHING PUMPKINS) und Linda Perry (4 NON BLONDES) zurückgreifen, die allerdings auch schon lange nichts erwähnenswertes mehr zustande gebracht haben.

Der eröffnende Titelsong ist dann auch gleich eine ziemliche Enttäuschung geworden, da er die ganze Zeit über äußerst zahnlos bleibt, und von sich selbst gelangweilt ohne einen einzigen Höhepunkt nur so vor sich hinplätschert. „Skinny Little Bitch“ hätte man sich vom Titel her wohl auch etwas radikaler vorgestellt, aber wenigstens können die aktuellen HOLE hier doch ein wenig an frühere Glanzzeiten erinnern. Bis auf „Samantha“ und „Loser Dust“ gibt es jedoch keine weiteren rockigen Songs mehr, da der Hauptteil des Albums aus Midtempo-Nummern und Balladen besteht. Diese Tatsache alleine wäre nicht weiter tragisch, wenn es den Stücken nicht zumeist an einprägsamen Melodiebögen und interessanten Songstrukturen mangeln würde, ohne die man schwer einen Bezug zu den jeweiligen Liedern aufbauen kann.

Von diesem Comebackalbum durfte man sich durchaus mehr erwarten, es ist zwar kein Totalausfall geworden, aber gesamt gesehen bleibt das vorhandene Material doch stets zu durchschnittlich. Die ungestüme Gewalt der ersten beiden Platten wird man auf „Nobody`s Daughter“ ebenso vermissen, wie die perfekten Popsongs von „Celebrity Skin“. Stattdessen geht Courtney Love mit HOLE den Weg ihres Soloalbums „America`s Sweetheart“ weiter, das ebenfalls recht gefällig, aber alles andere als überragend war.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: bender (10.06.2010)

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