GODLESS RISING - Trumpet Of Triumph

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VÖ: 25.05.2010
Bandinfo: GODLESS RISING
Genre: Thrash Metal
Label: Moribund Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Schon eine ganz interessante Mischung, diese Zwei-Mann Besetzung unter der GODLESS RISING firmiert. Sänger und Bandboss ist der pfundige Jeff Gruslin, welcher bis zur Jahrtausendwende das Mikro bei den Obertechnikern VITAL REMAINS malträtierte und den Erfolg der Band aktiv mitgestaltete. Die Saiteninstrumente bedient Toby Knapp, der in nahezu jedem metallischen Genre gewildert hat, hauptsächlich mit den Power Metallern ONWARD zu größerer Bekanntheit gelangte. „Trumpet Of Triumph“ ist indes das dritte Album der überzeugten Satanisten aus Rhode Island, New York.

Zu einer Revolution im Death Metal Bereich wird das dreiviertelstündige Stück mit Sicherheit nicht gedeihen. Soviel sei garantiert. Knapp dürfte es zu verdanken sein, dass GODLESS RISING weder hochtechnischen Todmetall fabrizieren, noch in die Gore-behaftete Brutal Death Ecke schielen. Vielmehr ergibt sich das Dargebotene aus überdeutlichen Thrash Einflüssen. Das wird schon beim wackeligen Opener „Where Is Your God“, der zwar auf stimmlicher Variabilität und virtuosem Gitarrenspiel aufgebaut ist, sich aber keinesfalls in den Gehörgängen festsetzen kann. Einen ersten Höhepunkt setzt erst der knackige Genickbrecher „Devour The Cross“, mit dem GODLESS RISING auch mal eingängiger und hörerfreundlicher daherbolzen. Gerade der Mittelteil des Albums beinhaltet die besten Stücke. „An Eternity In Hell“ ist ein astreiner Death/Thrasher, dessen Saitengezupfe nach YNGWIE MALMSTEEN auf Amokfahrt klingt. Das mit Kirchenglocken eingeläutete „Christ Cadaver“ ist eine gut abgestimmte Up-Tempo Nummer, die mit Doublebass-Salven und Gruslins mal kreischender, mal röchelnder Stimme überzeugt. Zudem hört man Knapps Heavy Metal Vergangenheit hier am deutlichsten heraus. Melodische Zwischenspiele vernimmt man auch bei „Through The Flames Of Rage“ oder dem zähflüssigen „We Are Legion“, das Duo verliert aber zusehends an Qualität. Nach einem – unnötigen – biblischen Interludium, wird der Rundling mit dem überhasteten und schwer verdaulichen „Warlords Of Darkness“ beendet.

GODLESS RISING sind nicht zu Unrecht im absoluten Underground verankert. Mögliche Vorbilder der Marke VITAL REMAINS, DEICIDE oder MONSTROSITY werden auf „Trumpet Of Triumph“ nicht im Ansatz erreicht. Positiv hervorzuheben ist das genial gezeichnete Cover von Szeneikone Chris Moyen und der Mut, im beliebigen Death/Thrash-Gebräu derart stark auf melodische Hooks zu setzen. Auf Moribund Records sind GODLESS RISING gut aufgehoben, für die Steigerung des eigenen Bekanntheitsgrades fehlt es aber an Qualität, Ideenreichtum und besserem Songwriting. Somit ist das Old-School affine Teil nur unter „ferner liefen“ zu schubladisieren.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (20.06.2010)

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