Krohm + Tenebrae In Perpetuum - Tenebrae In Perpetuum / Krohm

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VÖ: 30.04.2010
Bandinfo: TENEBRAE IN PERPETUUM
Genre: Black Metal
Label: Debemur Morti Productions
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Lineup  |  Trackliste

True Black Metal steht auf dem Programm, wenn sich zwei Bands wie die Italiener von TENEBRAE IN PERPETUUM und der Amerikaner von KROHM aufmachen, um unter dem Banner ihres gemeinsamen Labels Debemur Morti eine Split CD zu veröffentlichen. Nun gilt es herauszufinden, welche Gruppe eher überzeugen kann oder ob gar beide Banden ein vergleichbar hohes Niveau halten können. Natürlich soll ein solcher Splitrelease nicht dazu dienen, die bessere unter zwei Truppen auszumachen, ist es aber trotzdem interessant zu hören, wer den Black Metal Spirit eher hervorrufen kann. Über das Artwork der Platte lässt nicht viel sagen, da es sehr schlicht, aber doch atmosphärisch gehalten ist.

Kommen wir zuerst zu unseren Nachbarn aus Italien, TENEBRAE IN PERPETUUM:

Der erste der Songs, welche aus einem unbestimmten Grund oder der Einfachheit halber nur mit den Zahlen I-III nummeriert worden sind, gestaltet sich sehr typisch für die Band und birgt neben Atratus üblichen und in der Szene selten erreichten eisigen Riffs, eine sehr gute Gesangsleistung von Ausnahmekreischer Ildanach, welcher neben TENEBRAE IN PERPETUUM auch noch bei ABSENTIA LUNAE ins Mikrofon kotzt. Die Musik wird dem Spirit des True Black Metals mehr als gerecht, wobei die stilistische Ausrichtung am ehesten mit Bands wie MAYHEM oder URGEHAL vergleichbar ist. Die Italiener kopieren jedoch nicht nur Altbewährtes, sondern weben auch ihren eigenen, sehr depressiven wie desolaten Spirit in die Musik mit ein, welcher vor allem durch Ildanachs wahnsinnige Vocals unterstrichen wird. Dies verleiht der Band eine gewisse Eigenständigkeit, welche sie mit gutem Songmaterial auch direkt beweist. Ein mehr als guter Einstieg für diese Veröffentlichung, weshalb KROHM sich jetzt ziemlich anstregen müssen, um diesen hohen Standard zu halten.

Lauschen wir nun den Klangkünsten von KROHM:

'The Black Bridge' lässt erkennen, dass man mit TENEBRAE IN PERPETUUM doch sehr viel gemeinsam hat, wären da nicht der häufigere Einsatz von Synthies und die leicht doomige Schlagseite, die wohl Numinas' ehemaligen Engagement bei den Funeraldoomstern von EVOKEN verschuldet ist. All dies macht den Sound des Projektes sehr einzigartig und schwer mit anderen Bands vergleichbar. Dass es Numinas problemlos gelingt den hohen Standard zu halten und sogar noch eins draufzusetzen beweist er mit dem italienisch betitelten - welche Ironie! - zweiten Song, der das absolute Highlight der Platte darstellt, nicht zuletzt wegen des grandiosen, etwas an NARGAROTH erinnernden Monumentalriffs im Schlussteil des Stücks.

Zusammenfassend hat man hier einen der besseren Splitreleases im Sektor des True Black Metals vorliegen, welche ja, wie Anhänger wohl wissen, in wahren Massen erscheinen. Den Sieg muss man wohl Numinas mit seinem Projekt KROHM zusprechen, dessen Songs etwas einprägsamer und atmosphärischer als die der ebenfalls grandiosen TENEBRAE IN PERPETUUM daherkommen. Jeder Metaller, der noch immer den alten DARKTHRONE und SATYRICON nachtrauert, sehe sich genötigt diesen oldschooligen Split zu erwerben, um seiner leidenden Seele etwas Trost zu verschaffen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Johannes Deml (05.07.2010)

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