James LaBrie - Static Impulse

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VÖ: 24.09.2010
Bandinfo: James LaBrie
Genre: Metal
Label: Inside Out Music
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Lineup  |  Trackliste

Mit einem nicht unoriginellen Gag beginnt das neue Solo-Album von DREAM THEATER-Sänger JAMES LABRIE – gehören nämlich die allerersten Zeilen auf seinem Album nicht Herrn LaBrie, sondern in Form von gegrowlten Vocals DARKANE-Drummer Peter Wildoer, der neben der Fellgerbung auch für die härteren Gesangspassagen auf "Static Impulse“ verantwortlich zeichnet!

In der Folge besinnt man sich dann aber freilich auf gewohnte Qualitäten, und liefert modernen Metal mit schönen, atmosphärischen Melodien, die vor allem in den Refrains und den kontrastierenden Growl-Vocals sehr an die kommerziell erfolgreichen amerikanischen Bands der Stunde wie BREAKING BENJAMIN, SEETHER, HINDER und Konsorten erinnern. Für hochgezogene Augenbrauen sorgt auch Gitarrist Marco Sfogli, der mit seinen flinken Fingern auch Kollege Petrucci von James LaBries Haupt-Brötchengeber kaum hinterherhinkt.

Insgesamt geht es auf "Static Impulse“ aber definitiv Mainstream-freundlicher zu als auf den jüngsten DREAM THEATER-Outputs; klar gibt man sich hin und wieder auch der einen oder anderen technisch anspruchsvollen rhythmischen Passage hin, oder reißt mal ein amtliches Facemelter-Solo vom Brett; vornehmlich bleibt aber der Gesang im Vordergrund, bei dem die Fähigkeiten von James LaBrie auch sehr gut zur Geltung kommen, und etwaige Schwächen gut umschifft werden. Die glasklare, transparente und druckvolle Produktion von OPETH-Intimus Jens Borgen rundet das rundum gelungene Scheibchen dann noch mit einem sehr modernen Sound ab.

Fazit: Fans von James LaBrie werden mit "Static Impulse“ keinesfalls enttäuscht; wer sich aber eine DREAM THEATER-Kopie und ähnliche komplizierte, progressive Songstrukturen erwartet, sollte erst mal probehören – denn die Songs auf dem neuen Solo-Output sind weitaus geradliniger und weniger verspielt ausgefallen als die üblichen Offerten des Traumtheaters, bleiben dafür aber schneller im Ohr hängen und beanspruchen den Hörer nicht so sehr. Umgekehrt geht man dafür gelegentlich durchaus härter und heftiger zu Werke, als man das von DREAM THEATER her kennt - so schlägt etwa das schon sehr nach frühen IN FLAMES klingende "This Is War" in eine ganz eigene Kerbe. Hier muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, ob man mit dem neuen LaBrie-Scheibchen etwas anfangen kann – empfehlenswert ist "Static Impulse" aber dank der schönen Melodiebögen, gelungenen Hooks und des perfekten Arrangements der abwechslungsreichen Songs aber jedenfalls!

Anspieltipps: Over The Edge, Just Watch Me, Coming Home



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Dragonslayer (15.09.2010)

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