Raunchy - A Discord Electric

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VÖ: 08.10.2010
Bandinfo: Raunchy
Genre: Metal
Label: Lifeforce Records
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Lineup  |  Trackliste

Dass Dänemark eine Schmiede für gute Bands im Rock und Metal Sektor geworden ist, dürfte wohl hinlänglich bekannt sein. Woran dies liegt kann ich leider nicht beantworten, doch die Anzahl an geilen Bands und Alben steigt in zunehmenden Maße. Und so spuckt die dänische Szene das neue Album der Ausnahmeband RAUNCHY aus, das den passenden Namen „A Discord Electric“ trägt.

Legt man die neue Scheibe der Dänen ein und läst die ersten Töne erklingen, so glaubt man die falsche CD erwischt zu haben. Da singt doch tatsächlich einer mit Kopfstimme zu gemächlichen Gitarrenklängen. Doch spätestens wenn die verzerrten „Klampfen“ dann einsetzen weiß man, dass alles seine Richtigkeit hat. Abwechslung wird auf „A Discord Electric“ groß geschrieben, mal wird geschrien, mal schön gesungen, mal ordentlich in die Seiten gehauen oder aber mit Synthesizerklängen aufgelockert. Und wie schon beim „Intro“ des ersten Songs festzustellen war, haben die Jungs auch keine Berührungsängste zum Pop.
Die Produktion tritt einem mit groovigen Riffs in den Arsch, jedoch finden sich zwischendurch immer wieder die zuvor genannten poppigen Ausflüge, die geschickt in die Songstruktur verpackt werden, ohne damit zu sehr in den kommerziellen Bereich abzudriften. Zwar dürfte „A Discord Electric“ bei gestandenen Metalheads keine Freudentränen auslösen, jedoch ist der frische „Wind“ im Sound mal ganz angenehm. Alleine schon wenn in „Blueprints For Lost Sounds” die Mundharmonika“ zum Einsatz kommt und dann die Gitarren so richtig reinfetzen wird es jedem Rock/ - Metalfan warm ums Herz werden denn auf „A Discord Electric“ ist alles möglich: Mitsingen, Headbangen, Grölen und sogar „abtanzen“ wenn es sein muss. Wer die Vorgängerproduktion „Wasteland Discotheque“ mochte, der wird von diesem Album begeistert sein, es ist die logische Fortsetzung des musikalischen Weges der Truppe.
Ich bin mir sicher, dass sich RAUNCHY mit diesem Album noch weiter an die Speerspitze der europäischen Metalszene katapultieren wird, die Zukunft wird es zeigen.

RAUNCHY hat mit dieser Scheibe etwas geschafft was nicht einfach ist, und zwar eine Platte zu machen die Ausflüge ins poppige Genre macht, aber trotzdem ordentlich „Eier“ hat. Mein Anspieltipp auf der Cd ist der zweite Song: „Rumors Of Worship“. Absolute Kaufempfehlung an alle, bei denen es nicht immer voll auf die Fresse gehen muss.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Grini (27.09.2010)

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