Circle II Circle - Consequence of Power

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VÖ: 24.09.2010
Bandinfo: Circle II Circle
Genre: Power Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Nach dem gutklassigen "Delusions of Grandeur" legen CIRCLE II CIRCLE nun nach und veröffentlichen "Consequence of Power". Die Band rund um ex-SAVATAGE Ausnahmesänger Zak Stevens konnte bislang nicht den Ruhm erlangen, den man ihr zu Beginn ihrer Karriere zugetraut hätte. Dies lag bislang weniger an Unzulänglichkeiten der Musiker als am Scheitern an der eigenen Vorgabe. In diesem Subgenre durchschnittliche Kompositionen zu veröffentlichen, bringt einen nicht ans Ziel. Doch bereits "Delusions of Grandeur" ging in eine hoffnungsvolle Richtung.

Prinzipiell gehen CIRCLE II CIRCLE diesen Weg weiter, wobei die einzige große Schwäche des Vorgängerwerkes auch zugleich die Schwäche von "Consequence of Power" darstellt: Die großen Killersongs fehlen leider, weshalb das Songmaterial zwar qualitativ gut ist, aber eben nicht begeistert, geschweige denn überrascht. Im Vergleich zu den epischen SAVATAGE-Veröffentlichungen der 90er Jahre gehen CIRCLE II CIRCLE mitunter düsterer und wuchtiger vor, ohne natürlich auf die obligatorischen Balladen zu verzichten. Die Rhythmen sind durchaus kraftvoll geworden, während Meister Stevens abermals alle Register seines Könnens zieht. Vor allem in der ersten Albumhälfte will die Chose aber einfach nicht so recht zünden. Eine wohltuende Ausnahme ist der Titeltrack, der sich als ordentlicher Power Metal Kracher erweist und mit einem starken Refrain überzeugt. Die großen Highlights des Albums folgen aber in der zweiten Albumhälfte: "Redemption" ist der wohl beste Song des Albums und eine Perle des traditionellen Power Metals. "Anathema" mit seinem Stakkato-Riffing fügt sich überraschenderweise perfekt in den CIRCLE II CIRCLE Kontext und "Blood of An Angel" ist genau jene abschließende Ballade, die man sich von CIRCLE II CIRCLE erwartet. Zak Stevens glänzt (nicht nur) bei diesen ruhigen Tracks natürlich auch im Jahr 2010. An seiner Gesangsleistung gibt es demnach auch dieses Mal nichts zu meckern.

Die musikalische Leistung stimmt also großteils, doch so mancher Durchschnittssong (wie z.B. das pseudo-proggige "Mirage") trübt den Gesamteindruck etwas. Trotzdem wurde die Qualität des Vorgängerwerkes prinzipiell erneut erreicht. Da ich allerdings auch keine große Steigerung sehe und es für solch eine talentierte Band möglich sein muss, noch mehr zwingende Songs zu schreiben, wird "Consequence of Power" von mir dennoch etwas kritischer beäugt. Wer mit CIRCLE II CIRCLE aber bislang seine Freude hatte, der wird das neue Album ebenfalls lieben. Als Anspieltipps (auch für all jene, die bislang nicht vertraut sind mit CIRCLE II CIRCLE) nenne ich "Anathema", "Redemption", "Episodes of Maria" und die Ballade "Blood Of An Angel".



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: El Greco (05.10.2010)

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