Eschaton - An Instrument Of Darkness

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VÖ: 11.10.2010
Bandinfo: Eschaton
Genre: Black Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Sechs lange Jahre sind ins Land gezogen, ehe die Linzer Black Metaller ESCHATON endlich wieder mit neuem Material auftrumpfen können. Wir erinnern uns: anno 2004 erschien deren letztes Epos „GodMode“ als professionelle Eigenproduktion, die dankenswerter Weise seit ein paar Monaten als free download verfügbar ist. Als ich das Teil das erste Mal hörte, fiel mir vor allem die unglaublich hämmernde Snaredrum auf, die – im „Blast-Mode“ – einem die Haarpracht ordentlich aus dem Gesicht föhnte. Auch musikalisch konnte man durch eigenwillig dissonante, teils recht vertrackte und vor allem episch lange Songs überzeugen.

Brückenschlag in die Gegenwart:

Die nun vorliegende EP „An Instument Of Darkness“ bietet zwei neue Songs, die perfekt an die Vergangenheit der Band anknüpfen. Damals wie heute weht ein Hauch von Kaiser (und damit meine ich weder den Gerstensaft, noch den ORF-Ungustl, sondern die norwegischen Götter des progressiven Schwarzmetalls!) durch den Äther.

Der Titeltrack eröffnet die dunklen Reigen mit schnellen Blasts, die immer wieder durch angenehme Moshparts unterbrochen werden – und quasi als Verschnaufpause dringen undurchsichtige Cleangitarren aus der Schwärze, nur um wieder in abartige Blasts zu münden, ehe man mit einem feinen Doomteil das Stück beendet. Ihr seht schon: für Abwechslung ist gesorgt.

Noch grandioser ist der Achteinhalb-Minüter „Isolated Intelligence“, mit dem man sämtliche Elemente des ESCHATON´schen Musikuniversums kongenial vereint und durch zahlreiche Breaks auf den vielen Songideen wie auf Kaugummi herumkaut, sie auf die Hörerschaft ausspuckt wie Gift und Galle und somit einerseits für Tod und Zerstörung, andererseits auch für Licht am Ende des Tunnels sorgt. Cleangesänge, meine Damen und Herren, sorgen hier nämlich (ähnlich wie bei ANAAL NATHRAKH) für offene Münder.

Dass man musikalisch zur Elite gehört, brauche ich nicht zu erwähnen, dennoch sei gesagt, dass auch die Produktion (die die Band komplett selbst in die Hand nahm) von vorne bis hinten drückt und klar und differenziert aus den Boxen schallt, ohne auf das bisschen Dreck zu verzichten.

Conclusium:
„An Instument Of Darkness“ ist nicht nur perfekt betitelt, sondern auch in allen anderen Belangen ein Hammerteil geworden. Zwar kann man sich die Scheibe auch offiziell aus dem Net saugen, aber ich empfehle jedem geneigten Hörer, diese Band zu unterstützen und dieses Kleinod schwarzer Musikkunst zu KAUFEN!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: deimon (18.10.2010)

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