Monster Magnet - Mastermind

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VÖ: 29.10.2010
Bandinfo: MONSTER MAGNET
Genre: Rock
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

So hässlich wie auf „Mastermind“ hat der Bullgod wohl noch nie ausgesehen, allerdings sollte man sich von dieser Verpackung nur ja nicht irritieren lassen, denn der Inhalt des mittlerweile bereits achten MONSTER MAGNET Albums ist dann doch um einiges ansprechender ausgefallen. Nachdem bereits der Vorgänger „4 Way Diablo“ eine erste Abkehr vom großspurigen Stadionrock ihrer 2000er Scheiben angedeutet hat, scheint die Band nun also endgültig wieder ihre wahren Stärken erkannt zu haben.

Gleich die Eröffnungsnummer „Hallucination Bomb“ überrascht mit vielen Hintergrundgeräuschen und einer eher trägen Gangart, weshalb sie auch überaus angenehm an selige „Dopes to Infinity“ Zeiten erinnert. Dieses Niveau können die folgenden Stücke zunächst leider nicht ganz halten, vor allem das platte „Dig That Hole“ geht einem recht schnell auf die Nerven, aber spätestens ab „Perish in Fire“ machen MONSTER MAGNET wieder alles richtig und schütteln ein Highlight nach dem anderen aus dem Ärmel („When the Planes fall from the Sky“, „Ghost Story“). Dazwischen finden sich auch melancholisch düstere Songs wie „The Titan Who Cried Like a Baby“ oder „Time Machine“, die vor allem atmosphärisch wirklich überzeugen können, ehe man das Album am Ende mit dem lockeren „All Outa Nothing“ überraschend optimistisch ausklingen lässt.

„Mastermind“ ist sicher die stärkste und vielschichtigste MONSTER MAGNET Platte seit „Powertrip“ geworden, die immer nur dann leichte Schwächen erkennen lässt, wenn die Band versucht simple Hits im Stile der letzten Scheiben zu generieren. Dave Wyndorf und seine Jungs wollen es also scheinbar noch einmal so richtig wissen, weshalb auch die kommende Tour noch ein ganz großes Ereignis werden könnte, dem jeder zuletzt enttäuschte Fan durchaus beiwohnen sollte.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: bender (03.11.2010)

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