Ichor - Benthic Horizon

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VÖ: 20.10.2010
Bandinfo: Ichor
Genre: Death Metal
Label: Bastardized Recordings
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Lineup  |  Trackliste

Vor gar nicht allzu langer Zeit, vor circa einem Jahr - genauer gesagt um den 19. Juni 2009 - erreichte mich eine CD mit einem simplen Coverartwork und einem Bandnamen der ziemlich unscheinbar klang. ICHOR...Albumtitel: "The Siege"
Was ich mir zu Beginn gedacht habe wurde nach ein wenig Nachforschung auch schon wieder verworfen, ICHOR steht in der griechischen Mythologie für das "Blut der Götter" und auch hinter dem damaligen Artwork steckte eine massive Botschaft (bzw. man konnte gewaltig viel hineininterpretieren).

Seit damals habe ich diese Band natürlich nicht vergessen. War es doch ihr erster Output der bei uns promotet wurde und wir eines der ersten Österreichischen Magazine waren, welches dieser, damals eher unbekannten, Kapelle unter die Arme griff.

Heute habe ich bereits den zweiten Longplayer vor mir liegen und ich bin sprachlos, gerührt und wahnsinnig Stolz auf "meine Jungs" zugleich.
Was sich auf dieser Platte abspielt ist eine Vollgas 180° Wendung in die richtige Richtung!
Das Cover wird mittlerweile von niemand geringerem als Toshihiro Egawa (u.a. HEAVEN SHALL BURN, DYING FETUS oder THROUGH THE EYES OF THE DEAD um ein paar "unwichtige" Namen zu nennen) designet, die Mannschaft ist immer noch bei Bastardized Recordings unter Vertrag und erlebte anscheinend ihren sprichwörtlichen "zweiten Frühling"

Die 9 Tracks des neuesten Machtwerks "Benthic Horizon" (grob übersetzt: Horizont am Meeresboden) preschen mit solch einer Wucht nach vorne los, dass es nicht mehr möglich ist das Album bereits vor Ende der Laufzeit aus dem Player zu buchsieren! Hier muss hingehört werden!
Und das fällt auch nicht sonderlich schwer...

Schlagwerker Dirk brettert mit solch infernalischer Rage in sein Set, dass man glaubt der Teufel persönlich ist hinter ihm her. Dazu präsentieren die Gitarren Riffs die für O(h)rgasmen sorgen, immer wieder gespickt mit feinen, eingänglichen Melodie/Rhytmus-Lines. Fronter Eric Kuhnen growlt, shoutet, und kreischt ins Mic (stellenweise doppelt benutzt! - DRUCK!!) und die Intensität der Bassuntermalung sorgt für anständige Vibes in den Gehörmembranen. Das ganze Zusammenspielt ist extremst tight und hebt die Professionalität, die sich die Herren im Laufe des vergangenen Jahres angeeignet haben, noch mehr hervor. Das hohe Tempo wird übrigens die ganze Platte über gehalten, und am Ende steht man durchgeschwitzter da, als wenn man einen Marathon gelaufen wäre.

Hier gibt es keine B-Sides oder unnötige Löcher die zu stopfen wären, hier werden musikalische Barrieren niedergerissen! Einzig und alleine die Tracks an sich könnten untereinander etwas abwechslungsreicher klingen, das ist aber der einzige "Minuspunkt" den es hier auch schon zu vergeben gibt.

Ansonsten ist dieses Album für alle zu empfehlen die mal wieder Lust auf richtig fetten Death Metal(core) haben und denen Bands wie BEHEMOTH, NEAERA, JOB FOR A COWBOY oder ANNOTATIONS OF AN AUTOPSY etwas sagen!

Meine Herren ICHOR: ihr habt euch anscheinend an meinen Rat gehalten und hier ein 9 Gänge Menü serviert welches ich mit großer Freude verspeist habe. Dranbleiben und weiter so! Herzlichen Glückwunsch, ihr habt euch binnen einem Jahr um mehr als das doppelte der Punktzahl gesteigert!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: berni (11.11.2010)

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