Milking the Goatmachine - Seven… A Dinner For One

Artikel-Bild
VÖ: 26.11.2010
Bandinfo: MILKING THE GOATMACHINE
Genre: Grind Core
Label: Noiseart Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

Nach dem (gewalttätigen?) Ausbruch aus der Anstalt mampfen die vier Ziegenartigen, vom fernen Planeten GoatEborg auf die Erde emigrierten Wesen jetzt ihr Heu im Stall der Lärmkünstler aus Good Ol’Austria! Besonders live hat sich diese außergalaktische Truppe und ihr selbst proklamierter GoatGrind in kürzester Zeit als absoluter Geheimtipp etabliert. Sicher, dass was die Ziegenböcke da so abliefern soll und darf nicht allzu bierernst genommen werden, die Goats wollen – neben der Weltherrschaft eh kloa! – hauptsächlich eines: und zwar Spaß haben. Das projizieren sie auch auf den Hörer, denn die insgesamt 16 Tracks des zum Konzeptalbum (Der böse Wolf und die sieben Geißlein ya know!!!) mutierten „Seven… A Dinner For One“ bieten einen vorzüglichen Stilmix aus derben Death Metal und zig Grindcore Zitaten, die durch die Ziegenbock’sche Bank Lust bzw. Laune machen (checkt in „The Black Paw“ den Volksmusikteil!) und obendrein ein richtiges Verlangen nach etlichen Rüpeleien in den diversesten Moshpits dieses Erdballes auslösen.

Allein ein GoatGrind Schenkelklopfer wie „Ding Dong“, das reichlich Thrash Metall lastige „Crunchy And Tasty“, oder das verspielt beschwingte Grindcore Gewitter „Down The Brook“ sind äußerst unterhaltsame und noch dazu musikalisch potente (Death/Grind) Eruptionen, welche lediglich vom letzten Teil des Albums quasi atomisiert werden. Das fängt beim unpackbaren „Like A Goatmachine“ an (JAMES BROWN dreht sich wahrscheinlich schon zum x-tem Male im Grabe um!), wird von einem „Milk me up before I go go“ hin zu den „Cemetary Goats“ getragen nur um nebst einem „Last Caress“ dann auch noch in die „Black Horn Sun“ glotzen zu müssen. Abgerundet werden die an Kongenialität kaum zu überbietbaren 12:28 Minuten mit einem rausgerülpsten uppps sorry, natürlich rausgemäääähten „Goats on the Water“.

Auch oder vielleicht gerade weil man die Ziegenbande aus GoatEBorg nicht allzu ernst nehmen sollte, mundet der neue Longplayer der Goatingers mehr als nur vorzüglich, die Burschen ähem Ziegen natürlich, haben Spaß, nehmen sich und wahrscheinlich das komplette Musik-Biz auf die Schaufel und sind eine mehr als erfrischende Erscheinung im leider immer noch viel zu ernsten Metaluniversum.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (19.11.2010)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Blues Pills - Holy Moly!
ANZEIGE