Auringon Hauta - Muinaisia muisteloita, noita syntyjä syviä

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VÖ: 29.10.2010
Bandinfo: Auringon Hauta
Genre: Folk Metal
Label: CCP Records
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Lineup  |  Trackliste

Eine Folk-Metal-Band aus Finnland, die sich in ihren Texten auf finnisches Volksgut wie das Kalevala oder Runengesänge beziehen… kommt das bekannt vor?

Wer jetzt aber bloße AMORPHIS- oder SKYFORGER-Kopien erwartet, wird positiv überrascht sein – die Jungs von AURINGON HAUTA schaffen es, eine eigenständige Mischung aus Folk-Material, interessanter Instrumentation und natürlich Metal zu schaffen.

AURINGON HAUTA (finnisch für „Grab der Sonne“) hat sich aus dem Vorgängerprojekt SOLGRAV entwickelt, wobei aber mittlerweile nur noch ein Gründungsmitglied, Janne Väätäinen, übergeblieben ist. Wer SOLGRAV kennt, wird auch von der musikalischen Weiterentwicklung überrascht sein – der rohe Black-/Death Metal mit leichten Folk-Einflüssen hat sich zu einem schwerer definierbaren Gemisch aus Folk-Musik und Metal entwickelt. Obwohl damals auch schon Elemente des heutigen Sounds wie das Maultrommelspiel auftauchten, ist diese Scheibe an Kreativität und Abwechslung ein großer Schritt vorwärts.

Das Album selbst spannt einen Bogen von einem eher ruhigen Anfang mit typischen Folkinstrumenten über einen härteren, schwungvollen Mittelteil in ein fast episch anmutendes Ende, wo wieder die Folkinstrumente regieren. Bei manchen dieser Stücke, wie z.B. bei „Oluen synty“ hört man schon auch Anklänge an z.B. FINNTROLL, aber diese Momente halten sich in Grenzen. Der erste Höhepunkt der Scheibe ist „Mittelö“, das mit einem hypnotischen Maultrommel-Solo beginnt, und dann wird auch gleich eine härtere Gangart ausgepackt. In eine ähnliche Kerbe schlägt „Köyryyö, juhlayö“, wo ein harter Groove wieder gepaart mit einer Maultrommel das Genick zum Bangen bringt. Interessant ist auch das schwungvolle „Otson synty, osa 2“, das mit einer düsteren Klaviermelodie fast ein bisschen an frühe DIMMU BORGIR erinnert. Nach dem abwechslungsreichen „Imatran Impi“ kommt das Album mit zwei wieder eher folkigen Stücken zum Ende.

Insgesamt ist den Finnen mit „Muinaisia muisteloita, noita syntyjä syviä“ ein überdurchschnittliches Album gelungen, das mit Kreativität, Abwechslungsreichtum und gutem Sound punkten kann. Puristen mag es ein bisschen zu abwechslungsreich sein, und der cleane Gesang ist teilweise auch gewöhnungsbedürftig. Aber alles in allem ein gutes Album mit einigen starken und wenigen schwachen Momenten.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (23.12.2010)

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