The Prowlers - Devil's Bridge

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VÖ: 09.06.2006
Bandinfo: The Prowlers
Genre: Heavy Metal
Label: Locomotive Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die Prowlers kommen aus Italien und spielen Power Metal, ich befürchtete ja schon schlimmes, so eine Art Rhapsody (of Fire heißen die ja jetzt) Gedudel, aber dem Herren sei Dank, haben sich die Sechs aus Bella Italia der amerikanisch angehauchten Schiene verschrieben, somit bekommt man ein sattes, von Tommy Hansen produziertes, mit den typischen US Prog Einschüben gewürztes, Poweralbum um die Ohren geknallt.

Wobei beim Opener „Alone in the Dark“ merkt man zumindest von der proggigen Seite noch relativ wenig, das ist eingängig, mit manch vertracktem Rhythmus versehen, und schon hier wird deutlich, dass Sänger Fabio Minchillo wohl die Meinungen spalten wird. Der gute Knabe hat ein kraftvolles, ausdrucksstarkes Organ, scheut sich aber nicht gelegentlich auch mal in etwas höhere Regionen vorzudringen, da trifft er zwar nicht alle Töne optimal, aber die Quintessenz dieser Stilrichtung, eine Powerstimme, hat er souverän drauf. „Ytt“ mit verspieltem Keyboard – sicher einer der Highlights auf „Devil’s Bridge“, unterstreicht den schon an sich guten Gesamteindruck. Der wird lediglich durch das etwas uninspiriert wirkende Instrumental „Acid One“ getrübt, jedoch locker wieder durch das dreiteilige, mittlerweile mörder-progressiv angehauchte, Titelstück wettgemacht.

Ob der nicht unbedingt erwarteten Verweigerung so zu klingen, wie zig andere Bands in ihrem Land, haben Die Prowlers bei mir sowieso einen Stein im Brett und wer eine gewisse Grundverspieltheit gepaart mit dem nötigen Anspruch bei einer Metalband zu schätzen weiß, wird mit dem Output der Italiener nicht wirklich was verkehrt machen!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (11.08.2006)

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