Death - The Sound of Perseverance (DeLuxe ReIssue)

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VÖ: 18.02.2011
Bandinfo: Death
Genre: Progressive Death Metal
Label: Relapse Records
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Lineup  |  Trackliste

“The Sound of Perseverance” sollte bei Ersterscheinen im Jahr 1998 das siebente und gleichzeitig auch das letzte Studiowerk von Chuck Schuldiner’s Ausnahmecombo darstellen, damals konnte das natürlich noch niemand ahnen, dass drei Jahre später die musikalische Ausnahmeerscheinung den Kampf gegen seinen Gehirntumor und indirekt auch gegen das amerikanische Gesundheitswesen verlieren würde.

Leicht hatten es die neun regulären Songs auf “The Sound of Perseverance” vor jetzt auch schon wieder 13 Jahren definitiv nicht. Zu stark, zu dominierend, zu einzigartig waren die drei Vorgängeralben „Human“ (1991), „Individual Thought Patterns“ (1993) und natürlich „Symbolic“ (1995) ausgefallen. Erschwerend kam hinzu, dass Chuck für „The Sound“ sein Line-Up wieder einmal komplett umgekrempelt hatte und die an dem Neun Tracker beteiligten Instrumentalisten zwar ohne Frage Ausnahmekönner waren bzw. immer noch sind, ihren übermächtigen Vorgängern aber nicht ganz das Wasser reichen konnten. Richard Christy (Drums) ist bei aller Versiertheit nun mal kein Gene Hoglan, oder Sean Reinert, auch Basser Scott Clendenin kann einem Steve DiGiorgio nicht das Wasser reichen. Da ist es dann schon vernachlässigbar einen Vergleich zwischen Zweitgitarrist Shannon Hamm und Paul Masvidal (CYNIC) anzustellen, der Ausgang dieses Gleichnis ist von vornherein bekannt.

“The Sound of Perseverance” sollte aber nicht auf Grund der beteiligten Musiker als schlechtes Album abqualifiziert werden, die Hauptperson bei DEATH war immer Chuck Schuldiner und der hat auf diesem Album seine progressiven Einflüsse fast bis zum Exzess hochgetrieben. Das siebente Werk Schuldiner’s hat vielmehr an der doch eher holprigen Jim Morris Produktion gelitten, die auch in remasteter Form nicht vollends überzeugen kann. Der damals angetretenen Konkurrenz sind Death aber selbst mit einem nicht 100%ig überzeugendem Album immer noch Lichtjahre voraus gewesen. Auch wenn das JUDAS PRIEST Cover von „Painkiller“ zum Schluss des Albums doch etwas gar schräg anmutete.

Das nun von RELAPSE RECORDS neu veröffentlichte Werk kommt in der regulären Ausgabe mit leicht verändertem Travis Smith Artwork, ausführlichen Liner Notes von Shannon Hamm plus einer Bonus-CD, die bislang noch unveröffentlichte Demoversionen enthält. Surft man dann noch den ONLINESHOP von RELAPSE RECORDS an, gibt es sogar eine strikt limitierte Version mit noch einer Bonus-CD und einem T-Shirt für wohlfeile 36 US$. Der DEATH Lunatic sollte hier zuschlagen und sich obendrein ein paar Kröten auf die Seite legen, denn Relapse werden in diesem Jahr den Markt mit weiteren DEATH Re-Releases überschwemmen!



Ohne Bewertung
Autor: Reini (10.02.2011)

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