Abacinate - Genesis

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VÖ: 18.01.2011
Bandinfo: Abacinate
Genre: Death Metal
Label: Epitomite Productions
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Lineup  |  Trackliste

Wer ABACINATE bis jetzt noch nicht gekannt hat, dem sei verziehen – die Jungs aus Amerika waren zwar in der Metal-Szene um New York/New Jersey sehr bekannt, in unseren Breitengraden aber bisher eher der Geheimtip. Aber spätestens nach „Genesis“ sollte sich ihr Bekanntheitsgrad auch bei uns deutlich steigern. Hier wird mit viel Spass an der Sache klassischer Brutal Death Metal der amerikanischen Schule mit zeitgemässen Einsprengseln von Deathcore (und sogar Crossover!) zelebriert. Leider ist der Sänger Jay Sica, der der Platte mit seiner markanten Growl-Stimme a la Corpsegrinder das bisschen extra an Brutalität gibt, Ende letzten Jahres mit nur 25 Jahren gestorben, worauf sich die Amerikaner nach Veröffentlichung der Platte und einem Benefizkonzert, um die Kosten der Beerdigung Sicas hereinzuspielen, eine Auszeit gönnen werden.

Der Verlust von Sänger Sica ist herb - nach zwei EPs und dem Album „Ruination“ (2008) ist ABACINATE mit „Genesis“ hoffentlich der große Wurf gelungen. Mit diesem Brutal-Kracher werden Old-School Death Heads genauso ihre Freude haben wie die jüngere Generation.

Gleich der Opener „Night Of The Desirable Objects” ist ein Hammer der alten Brutal-Death Schule mit ein paar dazupassenden melodischen Elementen. Nach einem Ausflug in trashigere Gefilde („Disturbing Remedies For A Desperate Disease“) werden bei „Purveyors Of Scum” durch gerappte kurze Erinnerungen an den (gottseidank kurzlebigen) Boom von HipHop gepaart mit Heavy Metal in den 90ern wach. Der nächste Track ist ein absoluter Höhepunkt – „Necroplunger“ gibt über gerade mal 3 Minuten Vollgas und schafft es sogar, melodische Einwürfe absolut passend einzuarbeiten. Bei „The Natural Disasters” glaubt man am Anfang fast, auf einmal in Göteborg gelandet zu sein – die Melodielinie könnte auch von DARK TRANQUILLITY kommen – bevor man mit Brutal Death sehr schnell wieder nach Amerika zurücgeholt wird.

Eine Besonderheit des Albums ist, dass gleich zwei Instrumental-Tracks („Laughing in the Dark“ Teile 1 und 2) hintereinander gespielt werden. Das fällt aber absolut nicht negativ auf, hier werden auch verschiedenste Einflüsse verarbeitet (von einem funkigen Basspart im ersten Teil zu einem eher rockig-trashigen Feeling im zweiten). Mit „The Bundy Curse“ verabschieden sich die Amerikaner dann standesgemäss mit einem weiteren Brutal-Death-Kracher.

„Genesis“ ist durch die breite Old-School Brutal Death Basis mit passenden Einwürfen aus Melodic Death, Deathcore, Trash und sogar einer Prise HipHop ein Album mit hohem Erkennungswert geworden, dass durch die Vielseitigkeit sehr oft ohne Abnutzungserscheinungen gehört werden kann.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (17.02.2011)

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