Abysmal Dawn - Leveling The Plane Of Existence

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VÖ: 14.02.2011
Bandinfo: ABYSMAL DAWN
Genre: Death Metal
Label: Relapse Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

In der fernen Zukunft schweben die kalifornischen Frickelfanatiker ABYSMAL DAWN auch auf ihrem Drittwerk „Leveling The Plane Of Existence“. Das futuristische Gesamtkonzept des Vorgängers und Breakthrough-Albums „Programmed To Consume“ haben sie erweitert, auch wenn Bandboss Charles Elliot dafür die halbe Besetzung auswechseln musste. Ein Teil der Gitarrenspuren auf dem Album dürften noch von Ian Jekelis stammen, der sich mittlerweile voll und ganz auf die amerikanischen Schwarzwurzel-Senkrechtstarter ABIGAIL WILLIAMS konzentriert, die Felle wurden schon von Neuling Scott Fuller gegerbt.

Doch was ex-Kollege PMH schon vor drei Jahren festgestellt hat, behält auch im neuen Jahrzehnt seine Gültigkeit: ABYSMAL DAWN stampfen lieber traditionell und althergebracht durch den musikalischen Gemüsegarten und führen das spacige Gesamtkonzept damit ad absurdum. Nach dem epischen Piano-Intro „The Age Of Ruin“ gibt’s auch gleich voll auf die Zwölf. „Pixilated Ignorance“ gibt dabei die Vorgabe für das restliche Album. Ein bisschen MONSTROSITY-Geriffe hier, etwas DECAPITATED-Blasting dort, dazu haben sich die Jungs auch wochenlang DYING FETUS und MISERY INDEX durch die Kopfhörer gezogen - fertig ist der technisierte Death Metal junger Westküsten-Sonnenkinder. Aber! Zwischen dem (zugegeben gut) geklauten Material diverser Szenegrößen verbirgt sich ein Song namens „In Service Of Time“ der derart impulsiv durch die Speaker holzt, dass man sich mehrmals die Ohren reiben muss um sicherzugehen, dass diese beispiellose Genrehymne wirklich zwischen den zahllosen Allerweltssongs am selben Album steht. Ganz so schlimm ist es natürlich nicht, aber die Doublebass-Orgien und Technik-Spielereien bei Songs wie „Perpetual Dormancy“, „Manufactured Humanity“ oder „My Own Savior“ stellen zumindest keinen Neuigkeitswert dar. Positiv überrascht wird man beim abwechslungsreichen Closer „The Sleeper Awakens“, welcher sich von KATKLYSM-artiger Epik über diabolischem Sprechgesang hin zu walzendem Mid-Tempo Ami-Death Metal bewegt.

Den Pfad der Innovation finden ABYSMAL DAWN auch auf „Leveling The Plane Of Existence“ nicht, trotzdem ist eine weitere Qualitätssteigerung an der West Coast bemerkbar. Neben dem Mixing des HATE ETERNAL-Mastermind Erik Rutan dürften die Burschen auch gute Netzwerker sein – Moyses Kolesne (KRISIUN) und Kragen Lum (HEATHEN) haben sich nämlich durch drei Tracks Gast-soliert. Fans der oben genannten Combos werden sich in jedem Fall an ABYSMAL DAWN laben und die opulente Nordamerika-Tour mit KATAKLYSM und ALL SHALL PERISH wird die Popularität weiter steigern. Trotzdem ist nach oben hin noch vieles offen.




Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (25.02.2011)

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