Skullview - MetalKill The World

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VÖ: 06.08.2010
Bandinfo: Skullview
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Also, "MetalKill the World" ist ja schon mal ein feister Titel für ein Album, und zugleich eine mehr als amtliche Kampfansage an die versammelte Metal-Meute da draußen! Aber, so viel muss gesagt werden, die Herren von SKULLVIEW, deren aktuelles Album eben dieser klangvolle Name ziert, haben sich nun mal nicht umsonst den heftigs MANOWAR-inspirierten Axtkrieger aufs Coverartwork pinseln lassen - man geht nämlich schon sehr klassisch zu Werke hier; und das ist auch gut so, denn Anderes würde ja aus dem Hause Pure Steel Records eher für Enttäuschung sorgen.

Gut, dass die Jungs mit der Schädelaussicht aus Übersee stammen, das hört man eigentlich bereits beim knackigen Opener "Legions Of The Star Scroll", bei dem sowohl in Punkto Vocals als auch im Bereich der spontanen Breaks und Riffing-Variationen sofort Reminiszenzen an die Altvorderen der Bay-Area-Thrasher-Szene aufkommen wollen. Zwar geht man jetzt nicht ganz so flott und heftig zu werke wie dereinst SLAYER auf ihren Glanztaten, und auch die Screams, die immer wieder die Vokalarbeit durchziehen und die ansonsten vornehmlich geshouteten Gesangspassagen auflockern, erinnern an Vorbilder wie JUDAS PRIEST; und so bewegen sich SKULLVIEW eigentlich auf einem durchaus gutklassigen Niveau irgendwo im Niemandsland zwischen den erwähnten SLAYER, JUDAS PRIEST, aber auch MEGADETH und - ja, sie dürfen nicht fehlen - MANOWAR (man gönne sich etwa den episch stampfenden Titeltrack "MetalKill The World" mit formidabler Länge von über 9 Minuten), auch wenn Fronter Mike "Earthquake" Quimby (ich erspar mir mal einen Simpsons-Joke) natürlich an einen Eric Adams nicht herankommt (aber gut, wer tut das schon?). Aber zugegeben, er hat auch eine andere Herangehensweise als der MANOWAR'sche Sangesgott.

Hin und wieder ist das vertrackte Songwriting mit den plötzlichen Breaks und Tempowechseln im Riffing sicherlich gewöhnungsbedürftig, und manch ein Refrain wird vielleicht etwas zu oft wiederholt - aber unter Strich bleibt doch eher ein angenehmer (und vor allem metallischer!) Nachgeschmack zurück.

Alles in allem liefern SKULLVIEW damit auf ihrem vierten Album einfach gute, klassische Heavy Metal-Kost mit deutlichen Thrash-Anleihen, die irgendwie wunderbar altmodisch und traditionell klingen, andererseits deswegen nicht auf eine annehmbare Produktion verzichten wollen. Wer es also gerne historisch akkurat hat, der sollte auch seinen Schädel mal ein bisschen in Richtung SKULLVIEW drehen, und sich diese Truppe mal genauer ansehen!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Dragonslayer (04.03.2011)

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