U.D.O. - Leatherhead

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VÖ: 08.04.2011
Bandinfo: U.D.O.
Genre: Heavy Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

Tja, wo U.D.O draufsteht, ist bekanntlich auch Udo drin - nämlich Udo Dirkschneider, seines Zeichenes ja legendärer ehemaliger Frontmann der Teutonen-Metalbank von ACCEPT, mittlerweile aber auch schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit seiner Solo-Band unterwegs, und als Figur alleine aus der internationalen Metalszene schon lange nicht mehr wegzudenken.

Und auch anno 2011 beglückt uns der Metal-Opa (ungelogen - Udo ist bereits Großvater) auch wieder mit neuem Material, dieser Tage zunächst mit der knackigen 4-Track Vorab-EP "Leatherhead". Und in bester U.D.O.-Manier gehts auch gleich zur Sache - nach kurzem Akkustikgitarrenintro startet der Altmeister gleich mit einem poignanten Riff in den Titeltrack, bei dem mir aber zunächst mal der etwas eigenwillige, sehr verzerrte Gitarrensound auffällt, der in Kombination mit dem stampfenden Beat der Nummer sogleich eine doch für U.D.O untypische Industrial-Schlagseite verpasst. Im Refrain gibt's dann wieder dicke ACCEPT-ige Männerchöre.

Das folgende "Rock'n'Roll Soldiers" überrascht dann wieder mit ruhigem Verse und ausdrucksstarkem Gesang des Meisters, gelungenem melodischen Prechorus - und überrascht weniger mit dem typischen Männerchor-Stampfrefrain.

Auch der dritte Track im Bunde beginnt sodann mit ruhigen, atmosphärischen Akkusikgitarren, entwickelt sich dann aber gleich zu einem ordentlich groovenden Riffmonster mit formidablem Divebomb-Intro an der Gitarre. Dazu gesellt sich dann die markante Stimme des Altmeisters, und im Refrain erinnert die Melodieführung auch schon mal an GAMMA RAY oder GRAVE DIGGER, während man im Mittelteil dann erneut im ACCEPT-Lehrbuch nachschlägt, und sich für klassische Kost im Sinne von wunderbaren "Oh-Oh-Oh"-Mitgrölchören und ein harmonisches Solo mit Doppelleads entscheidet.

Den Abschluss dieser kleinen, aber feinen Vorab-EP bildet sodann das kurz "Run!" betitelte, vierte Stück, und hierbei handelt es sich doch tatsächlich um eine Ballade, die mit angezerrtem(?) Piano anhebt, und den Meister mal von einer etwas anderen stimmlichen Seite zeigt und mit einem heimsuchenden, atmosphärischen Refrain punkten kann. Mit Sicherheit wohl die größte Überraschung dieser EP, und zugleich auch ein sehr gelungener und U.D.O.-untypischer Song!

So bleibt unterm Strich grundsätzlich zu erwartende Kost von einer der kultigsten Figuren der Metalszene, die Fans sicherlich nicht enttäuschen sollte. Einzig die etwas schwammige Produktion mit den sehr künstlich klingenden Gitarren mag micht nicht so wirklich überzeugen - hier klingt mir das Material einen Tick zu elektronisch. Aber andere mag das sicher auch wiederum ansprechen; insofern lohnt sich Reinhören beim "Leatherhead" sicher allemal - und man darf auf das komplette neue Album gespannt sein!



Ohne Bewertung
Autor: Dragonslayer (01.04.2011)

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