The Poodles - Performocracy

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VÖ: 15.04.2011
Bandinfo: The Poodles
Genre: Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Gerade noch die Live-Scheiblette "No Quarter" aus dem letzten Jahr in den Gehörgängen, präsentiert das schwedische Stadion Rock-Wunder in Form von THE POODLES bereits den Nachfolger zur 2009er Scheibe "Clash Of The Elements", der sich "Performocracy" nennt. Nachdem sich die Mannschaft scheinbar in aller Regelmäßigkeit alle zwei Jahre mit einem neuen Album zurückmeldet, habe ich mich natürlich schon sehr auf den neuesten Output der sympathischen Schweden gefreut und siehe da - wurde wieder nicht enttäuscht.

Wie schon auf dem sehr guten Vorgänger präsentieren sich THE POODLES mit musikalisch ausgesprochen guter Laune und werfen uns einen eingängigen Rock-Song nach dem anderen vor die Füße. Von Glam, über Melodic bis hin zu astreinem Hard Rock hat der Vierer alles zu bieten, was man sich als gediegener Rock-Hörer heutzutage so wünscht. An manchen Passagen stellt man sich sogar vor, dass die guten, alten BON JOVI heute genau so klingen sollten, wie es THE POODLES auf ihren Alben großteils tun. Schon der atmopshärische Opener "I Want It All" gibt die melodiöse, aber auch mitunter treibende, rockende Richtung vor. Das unglaublich mitreißende "Until Our Kingdom Falls" sowie das nachdenkliche, aber trotzdem rapide "Father To A Son" wissen ebenfalls sofort zu gewinnen. Ebenso das härtere "Cuts Like A Knife" und das balladeske, träumerische "As Time Is Passing". Fronter Jakob Samuels Stimme scheint sich auch weiterentwickelt zu haben, obwohl sie natürlich immer noch oft etwas gequält-raunzig rüberkommt.

Die einzige Krux an "Performocracy" ist leider - wie bis dato eigentlich immer - die Tatsache, dass das eingängige, hohe Niveau der anfänglichen Songs nicht über die gesamte Spielzeit gehalten werden kann. In der Mitte der Platte fallen THE POODLES nämlich in ein qualitatives Loch, denn Titel "Love Is All", "Your Time Is Now" oder das unsägliche "Action!" wissen einfach gar nicht zu gefallen und eignen sich hervorragend als Skip-Songs. Die Kurve bekommen die Jungs erst wieder zu Ende der CD. "Bring Back The Night", "Vampire's Call" und vor allem der etwas unrhythmische Rausschmeißer "Don't Tell Me" überzeugen abschließend wieder und bieten einen runden Abschluss. Leider ist den Jungs auch mit "Performocracy" wieder "nur" ein richtig gutes Album gelungen, das einige Hammer-Songs aufwartet, aber leider immer wieder mit höchstens passablen Lückenfüllern daher kommt, was den eigentlich positiven Gesamteindruck etwas trübt. Trotz allem muss festgehalten werden: "I Want It All" - und das dürfen sie auch, denn größtenteils ist das unterhaltender Stadion Rock auf sehr hohem Niveau!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: mat (04.04.2011)

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