Ulver - Wars Of The Roses

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VÖ: 24.04.2011
Bandinfo: ULVER
Genre: Metal
Label: KScope
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Lineup  |  Trackliste

Die norwegischen Alleskönner von ULVER in irgendeine Genre-Schublade zu stecken, hätte schon bei der ersten Demo der Band im Jahr 1995 nicht funktioniert. Von paradehaftem Black Metal über Folk bis hin zu deftigem Industrial-Metal hat die umtriebige Band rund um Mastermind Kristoffer Garm Rygg bereits alles gespielt, was in härteren Gefilden überhaupt möglich ist. In den letzten Jahren sind sie nun letztendlich beim gediegenen Ambient gelandet und diese stilistische Einschätzung haben sie mit dem 2007er Werk "Shadows Of The Sun" wohl perfektioniert. Dreieinhalb Jahre später sind sie nun also wieder da und haben ein neues Album namens "Wars Of The Roses" im Gepäck.

Stil- und produktionstechnisch kann man diese Platte sicherlich als prädestinierten Nachfolger zu "Shadows Of The Sun" bezeichnen. Ruhige, teils simple, teils unglaublich akribische Elemente wurden bei den neuen sieben Songs verwendet, um aus "Wars Of The Roses" ein atmosphärisch packendes Album zu machen. Und dieses Ziel ist ULVER auch größtenteils gelungen, wenn auch bei mir kein ganz genialer Gesamteindruck entsteht wie noch 2007. Während "England" etwas aggressiver, rhythmischer daher kommt, merkt man bei "Island" die Dichte und gleichzeitige Leichtigkeit, die die ruhige Musik bei diesem Song ausstrahlen will. Ebenfalls überzeugt "Norwegian Gothic" mit seiner Grundstruktur und "Providence" mit seinen sanften zweistimmigen Vocals und Piano- sowie choralen Elementen. Das abschließende "Stone Angels" ist mit über 14 Minuten dann doch etwas zu lang geraten, da der Spannungsbogen nur über ein limitiertes Zeitfenster erhalten bleibt, trotz allem schafft es aber auch dieser Titel zu gewisser stilistischer Stärke.

Mit "Wars Of The Roses" ist ULVER also erneut ein richtig geiles Ambient-Album gelungen, das verschiedenste Einflüsse integriert und daraus ein höllisch gutes Soundgebräu entstehen lässt. Wer sich auf die oft sperrige, aber immer aufreizend stimmige, manchmal auch passiv agierende Musik der Norweger einlässt, wird auch mit dem Nachfolger von "Shadows Of The Sun" ein weiteres Referenzwerk von ULVER vorfinden, das sich beinahe nahtlos in die richtig gute Diskographie der Band eingliedern kann. Und das ist nur mein erster Eindruck - die Langzeitwirkung von ULVER-Alben darf dabei niemals unterschätzt werden...



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: mat (11.04.2011)

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