Brian Robertson - Diamonds And Dirt

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VÖ: 25.03.2011
Bandinfo: Brian Robertson
Genre: Melodic Rock
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

"Diamanten und Dreck" verspricht uns der schottische Gitarrist BRIAN ROBERTSON, dem einen oder anderen von uns sicher bestens als ehemaliger THIN LIZZY-Klampfer bekannt (und ja, auch bei Meister Lemmys MOTÖRHEAD hat er mal gezockt), doch Dreck ist das wahrlich keiner, der uns hier kredenzt wird: Denn "Diamonds and Dirt" ist ein schönes, genretypisch arrangiertes und rundum gefälliges Melodic Rock-Album geworden!

Klar, die harte Kante wird hier nicht gewetzt, und die Hammer des wahren Metalls bleiben auch großteils im Kasten; dafür gibt es melodische Kost, irgendwo zwischen den rauhen, bluesigen Wurzeln des Rock und dem polierten Sound der AOR-Hochglanzschmieden angesiedelt; und veredelt wird das Ganze dann noch durch eine Riege an durchaus namhaften Gastmusikern, wie etwa Ian Haugland von EUROPE oder Bassist Nalley Pahlsoon von TREAT. Und Freunde des erwachsenorientierten Rocks kommen hier sicher auf ihre kosten: sei es beim flotten Opener und Titeltrack "Diamonds and Dirt", beim groovigen "Passion", dem Country-lastigen "Running Back" oder dem - no na - bluesigen "Blues Boy" - Langeweile kommt hier nicht auf, und die Songs eignen sich glaub ich hervorragend als Hintergrundmusik für ausgedehnte Ausfahrten auf Highways und Byways. Überraschend allerdings, das auf die genretypische Schmalzballade verzichtet wird; stattdessen setzt man hier ganz auf Rock, Blues und ein bisschen Country-Feeling.

Über alle Zweifel erhaben ist auch immer das Gitarrespiel des Maestro selbst, der zwar im Song-Alltag eher zurückhalten agiert, bei seinen Solopassagen aber dann doch sein Talent und seine Fingerfertigkeit durchblitzen lässt. Auch der Gesang des (eigentlichen) Saitenhexers geht durchaus in Ordnung, zur Sicherheit hat sich der gute Mann aber noch ein bisschen Unterstützung hinterm Mikro gesichert, und zwar in Form von Leif Sundin (ehemals bei der MICHAEL SCHENKER GROUP in Diensten) sowie einer Dame namens Linny Wood, die mit ihren Vocals ebenfalls noch für eine Portion Abwechslung im Sound sorgt.

Wirkliche Ausfälle gibt's auch keine zu verzeichnen; und wenn auch die ganz großen Radio-Hits in der heutigen Zeit auch bei solchem durchaus hochwertigen Material wohl ausbleiben werden, so finden Genrefreunde mit "Diamonds And Dirt" einen durchaus feinen Leckerbissen, den man sich reinen Gewissens ins Regal stellen kann!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Dragonslayer (10.04.2011)

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