Hate Eternal - Phoenix Amongst The Ashes

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VÖ: 06.05.2011
Bandinfo: HATE ETERNAL
Genre: Death Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Freunde des extremen Metal werden diesen Tag herbei gesehnt haben: Ja, es ist wieder so weit und Erik Rutan und co. melden sich eindrucksvoll zurück! Auf HATE ETERNAL's neuester Veröffentlichung "Phoenix Amongst The Ashes" wird genau das gemacht, wofür die Ami-Deather bekannt sind. Der einzige Unterschied: In Nuancen scheint man etwas gereift zu sein und man verzichtet darauf, die Brutalokeule zu jeder Sekunde auszupacken. Doch dies heißt keineswegs, dass Rutan auf seine "alten Tage" weich geworden wäre. Nein, "Phoenix Amongst The Ashes" wird über jeden Durchschnittshörer hinwegfegen und eine Spur der Verwüstung in den Gehörgängen hinterlassen.

Es regieren die fetten Riffs und das wahnwitzige Getrommel von Jade Simonetto. Technisch ist das alles nach wie vor überragend. Wer die Quintessenz HATE ETERNAL's verstehen will, der sollte sich z.B "The Eternal Ruling" zu Gemüte führen. Wer dann mit dem darauf folgenden "Thorns of Acacia" (diese Riffs zersägen alles!) noch nicht überzeugt ist, dem ist nicht zu helfen. Doch manchmal geht man auch etwas variabler vor: "Haunting Abound" hat einen beinahe doomigen Beginn und sticht aus der Masse der Songs raus. "The Art of Redemption" wiederum glänzt mit aberwitzigem Gefrickel und mitunter mutiger Tempovariation, die dann aber immer in eine irre Raserei ausartet. Der Titeltrack erhebt sich wie Phönix aus der Asche und steigt in ungeahnte Härtegrade empor. Doch auch etwas geradliniger können HATE ETERNAL überzeugen: "Hatesworn" z.B. setzt eher auf dicken Groove, denn auf technisches Gefrickel und zerlegt alles und jeden mit der geballten Ladung Aggression, die in diesem Track eindrucksvoll zur Schau gestellt wird.

HATE ETERNAL beginnen vermehrt auf den Song an sich zu achten. Noch ist diese Band nicht so weit, Hymnen für die Ewigkeit zu schreiben. Doch welcher Fan der Brutal Death Sparte erwartet sich dies ernsthaft? Die Zielgruppe wird von HATE ETERNAL nach wie vor perfekt bedient - Im Gegensatz zu manch einem Vorgängerwerk setzt man nicht andauernd auf ein durchgetretenes Gaspedal, sondern sorgt für ein paar kurze Kontraste. Dadurch wirken die Highspeed-Teile umso wirkungsvoller. Auf diesem Sektor gibt es kaum eine Band, die mit HATE ETERNAL mithalten kann. Und dennoch habe ich das Gefühl, dass das ultimative Meisterwerk der Band noch vor uns liegt. Meine Prognose: Die nächste Veröffentlichung von HATE ETERNAL wird um einiges kontrastreicher sein und als Gesamtwerk noch brutaler wirken. Aus heutiger Sicht fragt man sich: Geht es noch brutaler? "Phoenix Amongst The Ashes" lotet die Brutalistätsgrenzen erneut aus und hinterlässt einen beeindruckenden Gesamteindruck - also ölt eure Nackenwirbel, werte Headbanger und genießt den rasanten Aufstieg des Phönix'!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: El Greco (05.05.2011)

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