The Soulless - Isolated

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VÖ: 16.05.2011
Bandinfo: The Soulless
Genre: Death Metal
Label: Earache Records
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Lineup  |  Trackliste

Die jungen Engländer THE SOULLESS haben mit ihrem Debüt-Album “Of Winter Born“ (damals noch unter dem doch etwas sperrigen Namen IGNOMINIOUS INCARCERATION) aufgezeigt – Kollege Reini hat von „melodischeren MORBID ANGEL“ gesprochen, auch andere Metal-Magazine waren voll des Lobes. Mit einem etwas leichter zu merkenden und zu schreibenden Bandnamen und zwei neuen Mitgliedern (Gitarrist Kristen Dawson und Drummer Dan Wilding) versuchen sie, den guten ersten Eindruck mit „Isolated“ zu erhärten.

Was schon beim ersten Durchhören auffällt, ist dass MORBID ANGEL anscheinend ihren Einfluss bei THE SOULLESS verloren haben. Verschwunden sind zum großen Teil die Old-School-Riffs – hier wird lupenreiner melodischer Deathcore gebolzt. Nicht nur mir wird sich hier der Vergleich zu UNEARTH geradezu aufdrängen. So wie bei der letzten UNEARTH-Scheibe wird hier das Hauptgewicht ganz klar auf eingängige, schnell gespielte Melodielinien gelegt. Breakdowns sind im Vergleich zu anderen Deathcore-Bands etwas spärlicher gesät, König Melodie regiert hier ganz klar. Textlich wenden sich die Jungs hörbar an ein eher jüngeres Publikum, Weltschmerz und Metal-Solidarität werden hier zelebriert.

Ähnlich wie beim letzten UNEARTH-Album sind die einzelnen Songs auf „Isolated“ gut bis sehr gut, aber durch das wenig variierte Konzept erscheint das komplette Album, wenn man es öfter durchhört, recht gleichförmig. THE SOULLESS versuchen zwar, mit zwei kurzen Instrumentalstücken (dem Klavierstück „13th Morning“ und der Gitarrenmelodie „You Are Nothing To Me“) das ganze etwas aufzulockern, das gelingt aber nur bedingt. Es fehlt ein wenig an “Aha“-Momenten – kein Riff kommt überraschend.

Alles in allem ist „Isolated“ ein bisschen wie ein James Bond-Film: nichts wirklich neues, die Handlung ist auch ziemlich vorhersehbar, aber man wird gut unterhalten. Für Freunde von melodischem Deathcore sicher ein Reinhören wert. Anspieltipps: der Opener „Unaltered“, „New Perspective“ oder „Our Return“.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (12.05.2011)

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