Falconer - Armod

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VÖ: 03.06.2011
Bandinfo: Falconer
Genre: Power Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste

Rund zweieinhalb Jahre ist es schon wieder her, dass die schwedische Folk/Power Metal-Combo FALCONER, rund um Ex-MITHOTYN-Mastermind Stefan Weinerhall, ihr sechstes Album mit dem Titel "Among Beggars And Thieves" auf ihre Fans losließen. Ein Konzeptalbum, das folkige Nummern mit knallendem Power Metal vereinte und zwischen englischen und schwedischen Lyrics hin und her switchte. Das Album kam großteils gut an, obwohl einige, mitunter auch Kollege Baphomet, die sehr musicallastige Ausrichtung der Scheibe bekritelten.

Diese Stimmen werden auch 2011 nicht leiser werden, denn mit "Armod", dem siebten Studioalbum von FALCONER, präsentieren die Schweden ein extrem auf Folk getrimmtes Album, das zur Gänze auf Schwedisch eingesungen wurde. Mitreißende Gitarrenriffs finden sich zwar auf "Armod" nachwievor ("Griftefrid"), der Großteil der Songs hält sich aber im Midtempo-Bereich ab und vermischt mitunter akustische Klänge mit sanften Streichern und dem unglaublich charismatischen Gesang des Fronters und Musicalsängers Mathias Blad. Das kann ruhig beginnen, um dann in epische Melodien und Riffs zu ufern ("O, Tysta Ensamhet"), manchmal auch an alte Zeiten der Marke "Chapters From A Vale Forlorn" erinnern ("Vid Rosornas Grav") oder unglaublich treibend und mit folkigen Geigen und Melodien zu einem Schunkel-Song der Meisterklasse führen (der Beginn von "Fru Silfver). Laut Band soll "Armod" ein einmaliger Ausflug in ausschließlich folkige Gefilde in schwedischer Muttersprache sein. Diese Aussage wundert mich ein wenig, denn so extrem, wie anfangs angekündigt, unterscheidet sich "Armod" nicht von seinen Vorgängern. Die obligate Doublebass, die kratzend-eingängigen Gitarren und der unvergleichlich gute Gesang des Herrn Blad sind auch auf dem neuen Album vorhanden und die Folk- und Musical-Einflüsse waren auch auf "Among Beggars And Thieves" und auch schon auf "Northwind" Teil des FALCONER-Konzeptes. So ganz verstehe ich diese Aussage also nicht!

Sei es aber, wie es sei, denn "Armod" ist meines Erachtens ein richtig starkes Folk-Album geworden, das mit Stilistiken des Power und Heavy Metals spielt und eine gekonnte Verschmelzung daraus werden lässt. Wem der Vorgänger schon zu wenig Metal war, wird mit "Armod" keine Freude haben. Für Folk-Anhänger erschließt sich hier aber ein richtig tolles Album mit elf Songs, die sich hören lassen können. Eingängig, episch und vor allem mit den typischen FALCONER-Trademarks - das ist "Armod". Nur weiter so - zumindest von mir aus...



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: mat (30.05.2011)

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