Asphagor - Havoc

Artikel-Bild
VÖ: 08.10.2010
Bandinfo: ASPHAGOR
Genre: Black Metal
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

Obwohl ich früher mal sehr gerne Black Metal gehört habe, ist mir heutzutage leider die Lust darauf ziemlich vergangen. Unter anderem könnte das auch daran liegen, dass der Black Metal Underground mittlerweile so groß ist, dass einfach die Ideen ausgehen und die Innovationen ausbleiben. Deswegen stand ich dem Debüt-Album der Tiroler ASPHAGOR schon anfangs kritisch gegenüber, und das anscheinend auch zurecht.

Denn obwohl die Jungs uns hier erstklassigen Black Metal bieten, glaubt man, alles schon zu kennen. Musikalisch kann man an ihnen so gut wie nichts aussetzen, für eine Eigenproduktion ist der Sound verdammt gut geworden, was man aus dem Black Metal auch nicht gerade gewohnt ist, aber es passt zum Album. ASPHAGOR bieten uns größtenteils Mid-Tempo Songs, aber die nötige Härte ist dank Einsatz vieler Blastbeats und für Black Metal typische Dissonanzen auch stets vorhanden. Genau genommen kann man an dem Album so gut wie gar nichts bemängeln, abgesehen von Originalität und Abwechslungsreichtum. So will auch nach dem zwanzigsten Durchlauf nicht ein einziger Song im Ohr bleiben, weil die Songs alle viel zu ähnlich klingen. Wären zwischen den Songs keine Pausen, wüsste ich oft nicht mal, beim wievielten Song ich eigentlich gerade bin. Die gravierende Schwäche des Albums ist also nicht, dass die Jungs keinen Black Metal spielen können, denn das können sie definitiv. Aber dem Album mangelt es an Eigenständigkeit und Abwechslung. Potential ist vorhanden, das kann man nicht leugnen, aber das hier klingt alles nach Black Metal, den man schon mal gehört hat.

So fällt es mir auch schwer, hier eine Kaufempfehlung auszusprechen. Black Metal-Puristen können gerne mal ein Ohr riskieren, sollten allerdings nichts Neues erwarten, für alle anderen ist dieses Album nicht zu empfehlen. Anspieltipps kann ich auch keine geben, da die 8 Songs nur bei einem Ohr reingehen und direkt beim anderen wieder raus, Highlights bleiben das ganze Album über aus.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Christoph Murhammer (20.05.2011)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Benediction - Scriptures
ANZEIGE