Iron Maiden - From Fear To Eternity: The Best Of 1990-2010

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VÖ: 03.06.2011
Bandinfo: IRON MAIDEN
Genre: Metal
Label: EMI Music
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Lineup  |  Trackliste

IRON MAIDEN mögen für viele die besten Metalsongs aller Zeiten geschrieben haben, sie mögen für viele die besten Alben aller Zeiten veröffentlicht haben, sie mögen für viele schlicht die beste Band der Welt sein. Hat vielleicht auch alles seine Berechtigung, garantiert keine Berechtigung hat aber der Dauerausverkauf diverser Best-Of Compilations. „From Fear To Eternity (The Best Of 1990-2010)“ ist nämlich bereits die siebente innerhalb von 15 Jahren und der legitime Nachfolger des 2008er Zusammenschnitts „Somewhere Back In Time“, wo – no na – das legendäre erste Jahrzehnt der Bandgeschichte beleuchtet wurde.

Nun gut, Steve Harris braucht Kohle für die West Ham United Dauerkarten, Bruce Dickinson muss die Ed Force One erhalten und außerdem wird ja auch noch Geld für die Bühnenrequisiten und die stattliche Crew benötigt, aber reichen denn nicht schon die exorbitant hohen Ticketpreise? Das vorliegende Material dürften selbst semiprofessionelle MAIDEN-Interessierte in den Regalen stehen haben. Vom enttäuschenden „No Prayer For The Dying“ über das großartige „Brave New World“ bis hin zum (fast noch) taufrischen „The Final Frontier“ Album werden verschiedenste Songs aller Studioalben der letzten zwei Jahrzehnte auf einer Doppel-CD zum Albumpreis verwurstet. Den guten Blaze Bayley hört man dabei aber nicht, denn die Songs von „The X Factor“ und „Virtual XI“ werden als Liveversionen von Bruce Dickinson dargeboten. Ob es EMI da um die Rechte ging oder man sich einfach nur als geschlossene Band zeigen wollte, bleibt offen. Schließlich war auf „Somewhere Back In Time“ auch kein Paul Di’Anno zu hören.

Die Songauswahl kann bei einer derartigen Diskographie natürlich niemanden zufriedenstellen, warum man aber auf Topsongs wie „Ghost Of The Navigator“, „Out Of The Shadows“ oder „Journeyman“ verzichtet hat und dafür austauschbares der Marke „Paschendale“ oder „Tailgunner“ auf den Rundling geworfen hat, erschließt sich mir nicht vollends. Sei’s drum, hier wird ohnehin nur die Konsumentenkuh gemolken und das nicht zu knapp. Der Allessammler überhört mein Gemotze sowieso. Falls es wirklich noch verlorene Seelen auf diesem Planeten geben sollte, die weniger als fünf MAIDEN-Alben im Schrank stehen haben muss 1.) untertänigst um Absolution gebeten und bibbernd um eine weitere Lebensberechtigung angesucht und 2.) sofort „From Fear To Eternity“ gekauft werden. Der Rest braucht sich nicht zwingend um dieses innovationslose Teil bemühen.



Ohne Bewertung
Autor: Robert Fröwein (03.06.2011)

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