In Flames - Sounds Of A Playground Fading

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VÖ: 17.06.2011
Bandinfo: IN FLAMES
Genre: Melodic Death Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die einstigen Melo-Death Pioniere und Mitbegründer der sogenannten Göteborger Schule steuern nach den doch einigermaßen zwiespältig aufgenommenen „Come Clarity“ (2006) bzw. „A Sense of Purpose“ (2008) auch auf ihrem 10. Album erwartungsgemäß hochmelodiöse Gewässer an.

Dort allerdings hat die mit neuem Gitarristen (Langzeit-Aushilfs-Gitarrist Niclas Engelin [ENGEL] ersetzt nun permanent den nicht und nicht vom Alkohol loskommenden Main Songwriter und Gründungsmitglied Jesper Strömblad) und neuer Plattenfirma (Century Media Records) ausstaffierte Band allerdings eine Hookline- und Refrainkompetenz, die Ihresgleichen sucht. Das fängt schon beim einleitenden Titeltrack und der ersten Single Auskopplung „Deliver Us“ an. Zugegeben, mit Death Metal hat das hier dargebotene genau gar nichts mehr gemein, alle „The Jester Race“, „Whoracle“ und „Colony“ Fanaten werden also auch weiterhin die Nase rümpfen, aber „Sounds Of A Playground Fading“ ist gerade dann absolute Weltklasse, wenn sich IN FLAMES nahezu gänzlich vom Metal abwenden. Man höre „The Atic“, das gehauchte Interlude „Jester’s Door“, oder das abschließende, schwer mit Synthie Pop kokettierende „Liberation“.

Daneben platzierten Gitarrist Björn Gelotte und Sänger Anders Fridén aber mit „The Puzzle“ bzw. „A New Dawn“ bis zu einem gewissen Grad sogar leicht old-schooliges, gerade Erstgenannter Track hätte auf dem von mir hochverehrten „Whoracle“ ob seiner zeitweiligen Heftigkeit durchaus eine gute Figur abgegeben.

IN FLAMES warden sich auch mit ihrem Jubiläumsalbum wieder neue Käuferschichten erspielen, die Die-Hard Fans der ersten Handvoll Alben hat man mittlerweile eh schon verloren, aber legt man die – zugegeben – geniale DM Vergangenheit dieser Truppe ein wenig bei Seite, dann muss man ohne Neid zugeben, dass die Schweden aus dem hochmelodischen, leicht modern angehauchten Metalsektor nicht mehr wegzudenken sind, im Gegenteil, IN FLAMES zählen dort mittlerweile zu einer der mitbestimmenden Kräfte!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (13.06.2011)

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