Grief of Emerald - The Devils Deep

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VÖ: 03.06.2011
Bandinfo: Grief of Emerald
Genre: Melodic Black Metal
Label: Twilight Vertrieb
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Lineup  |  Trackliste

Als mich die Nachricht von einem neuen GRIEF OF EMERALD-Album erreicht hat, war ich begeistert – „Malformed Seed“ war eines der besseren Albums des Jahres 2000, und Lieder wie „Nightstalker“ oder vor allem „Holy Book, Holy Shit“ waren echte Kracher. „The Devils Deep“ ist nach einer langen schöpferischen Pause (das letzte Release war „Christian Termination“ im Jahr 2002) also wieder ein Lebenszeichen der schwedischen Band.

Schaut man sich aber die Tracklist an, muss man zunächst einmal enttäuscht feststellen, dass von den 7 gebotenen Songs 3 schon auf früheren Alben veröffentlicht wurden („Revival“ und „Famine“ vom 1998er Album „Nightspawn“, „Holy Book, Holy Shit“ von „Malformed Seed“). Und das ist verdammt schade, zumal die neueren Songs (vor allem der Opener „The Devils Deep“, ein düsterer Kracher, „Divine Dragon“ – hier wird ein Teil des Refrains sogar mit cleanem Gesang angestimmt, und „Zyklons of Fire“, ein dezent in Death-Gefilden wildernder Kracher) von der Qualität her den älteren Songs um nichts nachstehen. Hier wäre mehr neues Material wünschenswert gewesen.

Musikalisch hat sich in den langen Jahren nichts geändert – hier wird noch immer ganz feiner, düsterer Melodic Black Metal mit antichristlicher Botschaft geboten. Am ehesten vergleichbar mit älteren DIMMU BORGIR (aus der Zeit vor „Puritanical Euphoric Misanthropia“), bilden aggressives Drumming und harte Riffs die Unterlage, auf denen ein düsterer Klangteppich vom Keyboard schwebt, und christenverachtende Botschaften herausgeschrieen werden.

Die Bewertung fällt in diesem Fall nicht leicht – wären alle Songs von „The Devils Deep“ aktuelles Material, könnte man getrost eine sehr hohe Note vergeben. Das Songwriting ist hochklassig (wenn auch nicht das originellste), der Sound gut und einige Kracher sind auch dabei. Leider riecht das ganze dadurch, dass die Hälfte der Lieder schon auf früheren CDs zu finden war, leicht nach Mogelpackung, deshalb gibt einen Punkteabzug. Für alle, die GRIEF OF EMERALD noch nicht kennen und die melodischen Black Metal mögen, ist „The Devils Deep“ trotzdem eine Empfehlung wert.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (15.06.2011)

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