Hunted - Welcome The Dead (Re-Release)

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VÖ: 29.07.2011
Bandinfo: Hunted
Genre: Progressive Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Nachdem die Eigenproduktion „Welcome The Dead” der Waliser HUNTED aus dem Jahr 2010 das Interesse von Plattenfirmen geweckt hatte, wird das Album jetzt auf Massacre Records vertrieben. HUNTED spielen eine interessante Mischung aus Power- und Prog Metal, wohl am ehesten zu vergleichen mit Ami-Kapellen wie SANCTUARY bzw. deren Nachfahren NEVERMORE. Teilweise scheinen aber auch teutonische Classic Metal Referenzen und leichte Thrash-Anklänge auf. Der Gesang von Chris G. ist dabei aber deutlich dem Power Metal zuzuordnen, seine Stimme erreicht manchmal schwindelerregende Höhen (naja, wems gefällt…).

Gleich der Opener, „The Silence Of Minds“, zeigt sowohl die Stärken als auch die Schwächen von HUNTED auf. Eingängige (wenn auch nicht allzu originelle) Riffs und überraschende Tempowechsel sind hier auf der positiven Seite zu verbuchen; andererseits gibt es im Verlauf des Songs so viele Riff- und Tempowechsel, dass hier der rote Faden leicht verloren geht. Bei einigen Songs gelingt es besser, den Song zu einem kompletten Ganzen zu machen (der epischen Power-Ballade „Aria (In Memoriam)“ mit ruhigen Parts oder dem mehr dem deutschen groovigen Power Metal zugehörigen „Shadows“), bei anderen weniger („Impaled“). Besondere Aufmerksamkeit ist allerdings „I Want Nothing“ zu widmen, einer tollen Mischung aus Power und Emotion, die in der Form durchaus auf einer NEVERMORE-CD (einer frühen… sagen wir mal „Politics Of Ecstasy“) vertreten sein könnte. Ein Hammersong! Die Orientierung an NEVERMORE wird auch durch den Bonus-Track, einem Cover von „The Heart Collector“, deutlich: an sich musikalisch durchaus in Ordnung, aber der Gesang versucht sich zu sehr am Original von Warrel Dane zu orientieren und klingt dadurch etwas zu bemüht.

„Welcome The Dead“ zeigt durchaus interessante Ansätze, krankt leider jedoch daran, dass anscheinend versucht wurde, so viele Riffs wie möglich in einem Song zu verpacken. Zu hoffen ist, dass es den Jungs bei ihrer nächsten Veröffentlichung gelingt, das Augenmerk mehr auf das Songwriting als Ganzes und weniger auf einzelne Riffs oder Tempowechsel zu legen.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Luka (19.07.2011)

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