Necrovorous - Funerl For The Sane

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VÖ: 00.07.2011
Bandinfo: NECROVOROUS
Genre: Death Metal
Label: Pulverised Records
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Lineup  |  Trackliste

In HELLas gibt es sie noch, diese typischen Underground Bands, die sich dem uralten Extremmetalsound verpflichtet fühlen. NECROVOROUS sind eine dieser Bands, die nun keineswegs in aller Munde sind, mit ihrer Musik aber ohnehin nur eine strikt segmentierte Zielgruppe anzusprechen versuchen. Die Athener rund um Herrn Shiteater (was der Herr wohl zu sich genommen hat, als ihm dieses interessante Pseudonym einfiel?) bieten uns mit "Funeral For The Sane" einen Ausflug in uralte todesmetallische Gefilde, die den typischen US Death der Frühneunziger mit Doom Komponenten verziert. Als Referenzbands lassen sich u.a. alte DEATH, AUTOPSY, aber auch ASPHYX und co. nennen. Die Produktion gleicht sich dieser Ausrichtung an und klingt knarzig, verstaubt und wenig griffig. Wenn jemand eine modern-sterile Aufnahme sucht, dem kann man "Funeral For The Sane" nicht nahe legen.

Doch die älteren Semester könnten an dieser Veröffentlichung Gefallen finden. Selbiges gilt für all jene, die ihren Death Metal lieber partiell doomig als geradlinig nach vor bretternd mögen. Dabei bleiben NECROVOROUS immer in überschaubaren Gefilden und pfeifen gänzlich auf Progressivität oder besondere Songwritingfinten. Als ganz typischer NECROVOROUS-Song ist "Deathknell" zu nennen, der das charakteristische old school riffing der Band veranschaulicht und zwischendurch auch im Doom wildert. Die Gitarrenarbeit bleibt zumeist basisch, entfaltet aber gerade deshalb einen gewissen Charme. Diesen kann man z.B. auf dem Titeltrack oder auf "The Flesh That Smiles" entdecken.

Wenngleich die ganz großen Momente bei den Songs oft fehlen, so bleibt das Gitarrenspiel immer eingängig und wird somit zum berühmten roten Faden. Die scheppernden Riffs von "Malignant Entrapment" sind selten geworden, aber auch heute noch unterhaltsam. Selbiges gilt für das etwas ungewöhnlichere "The Vilest Of All Dreams" bei dem NECROVOROUS wie eine doomigere Version von MORBID ANGEL klingen.

Auch wenn "Funeral For The Sane" kein Jahrhundertwerk ist und qualitativ den genannten Referenzbands in punkto Songwriting nicht immer das Wasser reichen kann (die Qualität der frühen DEATH Alben erreicht man natürlich noch lange nicht), so ist dieses Album dennoch als große Überraschung zu bezeichnen. Freunde des old school Death Getrümmers, die es zwischendurch auch mal gerne doomig haben, sollten NECROVOROUS eine Chance geben. Das hier ist "old school as fuck" und dabei von der ersten bis zur letzten Sekunde qualititativ gutklassig und unterhaltsam!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: El Greco (21.07.2011)

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