Leviathan - Beyond The Gates Of Imagination – Part 1

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VÖ: 16.09.2011
Bandinfo: LEVIATHAN
Genre: Progressive Death Metal
Label: Bret Hard Records
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Lineup  |  Trackliste

Auf ihrer Debüt-CD „Beyond The Gates Of Imagination – Part 1” bringen uns LEVIATHAN ihre Vision von Progressive Melodic Death Metal dar. Jedoch greift diese Bezeichnung sicher zu kurz – zusätzlich zur Hauptzutat Melodic Death Metal werden kleine bis größere Brocken Symphonic, Progressive und Folk/Mittelalter-Musik gemischt. Der größte Berührungspunkt mit Progressive Metal (neben dem Intro) sind wohl die Song-Längen – hier bewegt man sich standesgemäß im fünf- bis neunminütigen Bereich.

Nach einem eher Intro, das den Zuhörer dazu verführt, als nächstes Progressive Metal der Marke DREAM THEATER o.ä. zu erwarten, entwickelt sich dann die ganze Sache doch deutlich Richtung Death Metal. Vor allem der nächste Track, „Beneath A Blackened Sky“, ruft mehr als einmal Assoziationen mit den ehemals großen CHILDREN OF BODOM wach: schnelles Tempo, melodische Keyboard-Parts und tiefes Gegrowle. Ähnlich dann auch das folgende Stück „Where Light And Death Unite“, bevor für „Reaper’s Edict“ das Tempo mal gedrosselt wird. Dieser Track hebt sich von den anderen durch das langsamere Tempo und das eher einfacher gehaltene Song-Gerüst ab, was aber eine willkommene Abwechslung zu den sonst eher komplex gehaltenen Song-Strukturen bietet.

Bei den nächsten Tracks scheint dann der Folk-/Mittelalter-Einfluß leicht durch, vor allem in Gestalt von Intros oder Outros. Das Intro zu „Servants Of The Nonexistent“ ist ein Geschrammel in bester Minnesänger- Tradition, bevor dann doch in härtere Gefilde abgebogen wird, die einige sehr interessante Details zu bieten haben (im letzten Teil des Songs wird man tatsächlich an die mächtigen OPETH erinnert!). Auch das Outro von „About Fangs And Feathers“ wird Mittelalter-Fans entzücken, den Rest der Welt eher weniger.

Auf „Beyond The Gates Of Imagination – Part 1” zeigen LEVIATHAN großes Potential: der Mix aus verschiedenen Stilen ist zum größten Teil geglückt (sieht man von den eher beliebig eingestreuten Mittelalter-Teilen ab), für Freunde des komplexeren Melodic Death Metal ist die Scheibe sicher ein Reinhören wert. Die ganz großen Hits fehlen zwar, aber abgesehen vom nicht gerade einzigartigen Bandnamen (LEVIATHAN gibt es als Band alleine in den USA vier Mal) kann man von den Jungs sonst nur Positives sagen. Da kann man sich schon auf „Beyond The Gates Of Imagination – Part 2” freuen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (12.09.2011)

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