IRON LAMB - The Original Sin

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VÖ: 29.08.2011
Bandinfo: Iron Lamb
Genre: Rock´n´Roll
Label: Pulverised Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Den Schweden da oben, im hohen Norden Europas, muss es schon verdammt langweilig sein, bei den zigtausenden Sideprojects, die Jahr für Jahr von mehr oder weniger berühmten Metalmusikern ins Leben gerufen werden. Eine der neuesten Akustikgeburten aus dem Tre-Kronen-Land tauft sich IRON LAMB (eigentlich ein selten unkreativer und dämlicher Bandname) und besteht aus den bekannten Krachmachern Johan Wallin am Sechssaiter (GENERAL SURGERY), Grga Lindström am Mikro (ex-REPUGNANT), Thomas Daun hinter den Kesseln (DISMEMBER) und Daniel Ekeroth am Bass (TYRANT – den kennt man aber vor allem als Buchautor der Metalbibel „Swedish Death Metal“).

So weit, so gut. Musikalisch hat das – wie so oft bei Nebenprojekten – wenig bis gar nichts mit den üblichen Betätigungsfeldern der verschiedenen Mucker zu tun. Die metallische Härte ihrer Hauptbands tauscht das Quartett auf dem Debütalbum „The Original Sin“ gegen dreckigen, durchaus crustigen Rock’n’Roll aus. Kein Wunder das Norwegens Black Metal Kauz Nummero Uno – Fenriz – die Jungs auf seiner MySpace Seite mit Lob und Jubel überschüttet, denn der primitive, eingängige, gleichzeitig aber auch durchaus durchdachte Sound der All-Star-Truppe ist genau nach dem rohen Geschmack des Dunkelthron-Königs. Schon der Opener „Rotten Wound“ kriecht derart dreckig und punkig durch die Gehörgänge, dass man sofort an einen flotten Dreier der RAMONES mit alten OFFSPRING und DISCHARGE denken muss.

Dabei setzen IRON LAMB bewusst öfters auf fetzigen Rock’n’Roll („The Original Sin“, „Dead Inside“ und das flotte MOTÖRHEAD-Cover „Poison“), vergessen aber nicht auf knallharten Spät-70er Jahre Punk („I Don’t Wanna Be Like You“, „Suicide!“) und crustig-sandige Drecksstücke wie „Dubious Preacher“ oder das atmosphärische und aus dem Rahmen fallende „Iron Lamb“. Spaß und Freude am Musizieren werden auf „The Original Sin“ großgeschrieben, von technischer Perfektion oder mitreißenden Melodien sind IRON LAMB natürlich meilenweit entfernt.

Im Gegensatz zur handzahmen letzten CHROME DIVISION, wissen IRON LAMB aber zumindest, wie man einen RICHTIG schmutzigen Rocksound fabriziert und das allein bringt schon Pluspunkte und Sympathien. Also: Hirn ausschalten, Sound einwirken lassen und der Hitze mit maximaler Crust’n’Roll Lautstärke aus Schweden trotzen. Fetzt wie Sau!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (26.08.2011)

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