Messenger - See You In Hell

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VÖ: 02.09.2011
Bandinfo: Messenger
Genre: Heavy Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Schon länger im Geschäft sind MESSENGER aus Deutschland. Mit einem neuen Vertrag bei Massacre Records ausgestattet wird mit „See You In Hell“ (die zweite Veröffentlichung der Band – das Debütalbum wurde hier besprochen) ein Album herausgebracht, das so true ist, dass sogar Joey DeMaio himself sein OK geben würde. Hier wird epischer True Metal abgeliefert, der sich im Dunstkreis von MANOWAR, HAMMERFALL oder GAMMA RAY abspielt, wobei auch leichte Folk- und stärkere Rock-Einflüsse einfließen. Hauptsächlich regiert hier König Mid-Tempo, aber bei einigen Passagen wird auch auf's Gaspedal getreten.

Getragen wird das Ganze von der Zusammenarbeit der beiden Gitarristen Patrick Deckarm und Frank Kettenhofen, die eine starke Melodielinie nach der anderen abliefern. Sänger Siggi Schüssler bleibt hauptsächlich im mittleren Tonhöhenbereich (außer bei „Make It Right“, wo möglicherweise ein neuer Rekord für den höchsten von einem Mann gesungenen Ton aufgestellt wurde). Höhepunkte der Scheibe sind z.B. der Titeltrack, das mehr geradlinig und rockig nach vorne treibende „Make It Right“ oder „Dragonships“, ein musikalisch und textlich stark von MANOWAR beeinflusster (Textzitate: „Brothers In Battle“, „Hammers High“ – ich glaub auf diese Sprüche hat Joey DeMaio ein Patent laufen), abwechslungsreicher Song mit Ohrwurm-Refrain, wo auch eine Harfe und Chöre effektiv eingesetzt werden.

Leider werden die erwähnten Chöre vor allem in der zweiten Hälfte der CD so oft eingesetzt, dass man den Eindruck hat, dass die Jungs sie zum ersten Mal verwenden dürfen und sie aus lauter Freude überall dazugepackt haben. Das Limit an „Oooooooooh“ wurde hier deutlich überschritten. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass durch die doch lange Spielzeit der CD und dem sich hauptsächlich im mittleren Bereich bewegenden Tempo ein bisschen die Überraschungen fehlen.

Abgesehen von diesen kleineren Mängeln haben MESSENGER ein Album abgeliefert, das keinen wirklich schwachen Song hat und einige sehr gute Songs („See You In Hell“, „Make It Right“, „Dragonships“, „Valkyries“ und „Land Of The Brave“) aufweist. Außerdem ist die auch am Album enthaltene Coverversion von HELLOWEENs „Dr. Stein“ gut geworden – jedenfalls besser als diese unsägliche Pop-Version des Klassikers, den HELLOWEEN selbst letztes Jahr veröffentlicht haben. Freunde der oben genannten Bands können hier bedenkenlos zugreifen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (31.08.2011)

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