Evile - Five Serpent’s Teeth

Artikel-Bild
VÖ: 30.09.2011
Bandinfo: EVILE
Genre: Thrash Metal
Label: Earache Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

EVILE haben ja schon diesen Juli auf dem MASTERS OF ROCK Festival die beiden neuen Songs “Cult” und “Eternal Empire” präsentiert. Live überzeugte vor allem Zweiterer, auf Tonkonserve müssen sich jetzt aber alle zehn neuen Tracks der Brit-Thrasher beweisen.

Eines gleich vorweg, gar so der progressive Hauch wie noch auf „Infected Nations“ (2009) umweht „Five Serpent’s Teeth“ nicht mehr. Die Drake Brothers gehen wieder straighter zu Werke und setzen auf Abwechslung pur. Sicher, den old-school METALLICA Mief, der nahezu jede EVILE Platte umweht (ja auch das Debütalbum „Enter The Grave“ aus dem Jahr 2007) werden die Huddersfield’er schon alleine ob der stimmlichen Ausrichtung von Matt Drake nie loswerden, aber der Drittling der Briten birgt doch so manch eine Überraschung.

Der Beginn ist schwer METALLICA angehaucht, sowohl der Titeltrack, als auch das eher verhaltene „In Dreams of Terror“ atmen den Millionärsduft der vier großen Herren, aber schon das live erprobte „Cult“ ist um Änderung bemüht. Wild umher stapfend, einprägsame Hooks, nachhallender Refrain und deutlich mehr vom Black Album, den der glorreicheren Vergangenheit METALLICA’s inspiriert. „Eternal Empire“ hat Gefühlsausbrüche, die Irokesen Drummer Ben Carter bis aufs äußerste fordern, „Descent Into Madness“ ist schlicht und ergreifend nur wahnsinnig und das dem 2009 verstorbenen Basser Mike Alexander gewidmete „In Memoriam“ glänzt mit Gefühl und gleichzeitig innerer Leere.

EVILE haben sich im Vergleich zu „Infected Nations“ deutlich gesteigert, das bewusste (??) weglassen der progressiven Einflüsse hat „Five Serpent’s Teeth“ ungemein gutgetan und katapultiert das Album als eines der stimmungsvielfältigsten Thrash Alben der letzten Zeit in meine ganz persönliche Playlist.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (22.09.2011)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE