BASANOS - Cracking The Sledge

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VÖ: 26.09.2011
Bandinfo: Basanos
Genre: Thrash Metal
Label: Noisehead Records
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Lineup  |  Trackliste

Schon erstaunlich in welch kurzer Zeit sich die Wiener BASANOS zu einer ernstzunehmenden Größe im heimischen Metal-Sektor gemausert haben. Zwar ist die Marschrichtung grob schon auf dem Vorgänger "Instincts" angedeutet worden, aber jetzt geht's endlich wirklich zur Sache. Alles wurde irgendwie verfeinert, konsequenter arrangiert und mit enorm viel Wut im Bauch eingeprügelt. Das Quartett muss sich zwar immer noch mit den ewigen PANTERA-Vergleichen konfrontieren lassen, aber es gibt bereits genug Elemente, anhand derer man eindeutig BASANOS identifizieren kann.

Die gelungene Mixtur aus Hardcore-Gehopse, Southern-Rock-Feeling und kompromisslosen Thrash-Metal-Brettern ist insgesamt nicht neu, aber in diesem Mengenverhältnis absolut überzeugend und ausgewogen. Einzelne Tracks herauszupicken und zu sezieren ist schwierig, genauso wie unnötig - denn das hohe Niveau sackt so gut wie nie ab. Eher ändern sich die Vibes immer ein wenig von Song zu Song. Wer's trotzdem genau wissen will: Das schleppende "See The Truth" erinnert mit seinen Akustikgitarren ein wenig an METALLICA's "One", "Warfare" ist eine bestens getunte Aggro-Hymne zum mit-hüpfen und mit-shouten, und der flotte Thrasher "Break The Oath" bringt auf den Punkt, worum es bei BASANOS geht: Metal ohne viel Herumgetue, direkt aufs Maul.

Was war noch? Ach ja ..."Feed Us" hat diesen typischen Southern Metal-Unterton (der des öfteren hier mal angedeutet wird), "Now" besticht nicht nur durch sein enormes Tempo, sondern auch durch ein wahnwitziges Gitarren/Drums-Wettrennen - und vor allem durch den Refrain, den man beim zweiten Mal bereits freudig mitplärren kann. "On My Way" groovt dann schon so gewaltig, dass dabei sogar in Texas und Lousiana die Fensterläden scheppern werden.

"Cracking The Sledge" ist bester Stoff für alle, denen nach PANTERA genauso gelüstet wie etwa nach HATEBREED oder LAMB OF GOD. BASANOS kupfern aber mitnichten irgendwo ab, sie fügen die einzelnen Teile bloss zu einem brutalen und auch spannenden Metal-Vorschlaghammer zusammen. Und wer die Live-Qualitäten des Vierers kennt und schätzt, der kann sich hier schon mal eine dreiviertel Stunde lang für den nächsten Kopfnick-Marathon warm schütteln. Beide Daumen hoch für ein extrem leckeres Scheibchen!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Mike Seidinger (20.09.2011)

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