Christ Inversion - Christ Inversion

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VÖ: 19.09.2011
Bandinfo: Christ Inversion
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Hammerheart Records
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Lineup  |  Trackliste

Warum ausgerechnet dieser Tage das, ursprünglich bereits 2008 via Housecore Records veröffentlichte, CHRIST INVERSION- Demo bei STORMBRINGER eintrudelt, ist und bleibt wohl ein Rätsel. Nicht zuletzt, weil weder Promozettel noch sonstige Infos beigefügt sind. Vermutlich handelt es sich um eine Art Teaser, für das heuer noch erscheinende Full- Lenght- Debüt "13th Century Luciferian Rites". (Anm. der Red.: hierbei handelt es sich um den Europa Release via Hammerheart Records!)

Zur Erklärung für alle Uneingeweihten: Anno 1994 gründete ein gewisser ANTON CROWLEY aka PHILIP H. ANSELMO gemeinsam mit Wayne Fabra (GRAVEYARD RODEO), Jay Gracianette (SINKHOLE), Ross Karpelmann (DOWN) und Gary Herbert (ebenfalls GRAVEYARD RODEO) ein zunächst kurzlebiges Black-/ Death Metal- Projekt. Die Haupteinflüsse Satanismus, Horrofilme, und rumpelig- primitives 80er Extrem- Schwermetall (remember early VENOM, POSSESSED, ganz frühe DEATH, Uralt- MAYHEM, etc.) wurden in zwei Demos verarbeitet. Eines davon erblickte schließlich, wie bereits eingangs erwähnt, über Anselmo's Eigen- Label das Dunkel der Welt.

"Satans giftige Kotze" (O-Ton Mr. Anselmo) hinterlässt keine Gefangenen. Verstörende Intros, zusammengebastelt aus mystisch- trashigen Keyboardklängen und diversen Horror Movie- Tonspuren, leiten die zumeist sehr flotten Black/ Death- Geschosse ein. Nach anfänglichem Geballer lässt man meist einen zäh- sludge'esken Mittelpart folgen, um zum Abschluss nochmal in Highspeed- Gefilde zu wechseln (Ausnahmen, wie das durchgehend im Mid-Tempo gehaltene "Enochian Tongues" bestätigen die Regel). Dazu krächzt sich Wayne Fabra die Bronchien aus der Lunge, wobei zu erwähnen bleibt, dass die per technischer Hilfe verzerrten Vocals oftmals eher an Extrem- Industrial gemahnen, denn an Growl/ Keif - Urgesteine wie Jeff Becerra (POSSESSED), Kam Lee (MANTAS, DEATH, MASSACRE) oder Quorton (BATHORY).

Es ist einem etablierten Metal- Superstar, wie Anselmo schon anzurechnen, mit welcher Authentizität er sich seit vielen Jahren kompromisslosem Underground- Metal/ Hardcore verschreibt. Trotz allem machen CHRIST INVERSION nichts besser, oder wenigstens anders, als rund achthunderzwölfzig ähnlich gelagerte Krawallkommandos rund um den Globus. Zur Umsetzung derart stumpfer Vorschlaghämmer wie dem Opener "Prudent To The Thrones Of God" bedarf es weder musikalischem Können, noch ausgedehnter Songwriting- Sessions. "Christ Inversion" lebt weder von Substanz noch Eigenständigkeit, sondern vielmehr von der prominenten Besetzung. Für Alles-von-Phil Anselmo- Sammler und beinharte Krach- Fetischisten, die bei Schöngeist an eine Schnapssorte denken.



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Sandy (03.10.2011)

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