Coronatus - Terra Incognita

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VÖ: 18.11.2011
Bandinfo: CORONATUS
Genre: Gothic Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Und die Reise geht weiter! Vor nicht einmal zwei Jahren durfte ich bereits meinen Sermon über die damalige CORONATUS-Veröffentlichung "Fabula Magna" per Text ablassen. Das Album hinterließ einen zwiespältigen Eindruck bei mir. Mit "Terra Incognita", dem "unbekannten Land", schlagen die deutschen Gothic-Rocker nun also ein neues CORONATUS-Kapitel auf; die Tendenz zu lateinischen Albumtiteln, die aus zwei Wörtern bestehen, ist also auch anno 2011 noch aktuell.

"Terra Incognita" beweist schon beim Erklingen des ersten Songs (gleich der Titeltrack), dass die Deutschen ihren eingeschlagenen Pfad aus gediegenem Gothic/Symphonic-Metal, gepaart mit zwei variablen, weiblichen Fronterinnen nicht verlassen haben. Die Instrumentierung wechselt zwischen treibenden Gitarrenriffs und balladesken Elementen hin und her. Nichts wirklich Neues also, dass man über "Terra Incognita" berichten könnte, außer dass das Sängerinnenkarussell sich wieder gedreht hat und im Gegensatz zum Vorgänger "Fabula Magna" nun wieder die neue-alte "Sopran-Lady" (copyright CORONATUS) Ada Flechtner für die zarten und Neuzugang Mareike Makosch für die rockigen Töne sorgt. Das ist insofern eine positive Entwicklung, da sich die beiden stimmlich hervorragend ergänzen und die unterschiedlichen Intonationen abwechslungsreich sind und für CORONATUS ein Alleinstellungsmerkmal darstellen!

Und genau das ist wichtig, denn musikalisch und songwritingtechnisch kann sich auch "Terra Incognita" nicht wirklich von der Massenkonkurrenz abheben. Wie schon vor zwei Jahren gefallen mir auch auf dem neuen Silberling die deutschen Titel eindeutig besser, da die Vokalistinnen diese einfach viel gefühlvoller und atmosphärischer transportieren. Die englischen Songs (zum Beispiel "Saint Slayer") wirken beim Durchhören größtenteils irgendwie künstlich aufgesetzt und leben einfach nicht diesen CORONATUS-Spirit; im Gegensatz zu ihren deutschen Pendants.

Mit einer druckvollen und vor allem glasklaren Produktion ausgestattet, ist "Terra Incognita" für CORONATUS-Anhänger und Gothic-Fans zwar beinahe ein Must-Have; objektiv betrachtet hat diese Platte aber eindeutige Ups and Downs. Was schade ist, denn Titel wie "Fernes Land" oder "Der Kleriker" wissen auf Anhieb zu überzeugen und ziehen dich in ihren Bann. Diese Messlatte kann aber leider nicht gehalten werden - ich hoffe auf ein nächstes Mal und begnüge mich derweil mit einigen guten Songs!

PS: Die Gleichheit zweier Songnamen ("Das Zweite Gesicht" - Tribut an SALTATIO MORTIS?!; "Vor der Schlacht" - war das nicht mal SCHANDMAUL?) ist nur zufällig und hat nichts mit Cover-Versionen zu tun ;)...



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: mat (11.11.2011)

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