Bastard Priest - Ghouls Of The Endless Night

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VÖ: 07.11.2011
Bandinfo: Bastard Priest
Genre: Death Metal
Label: Pulverised Records
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Lineup  |  Trackliste

Die zwei wahnsinnigen aus Schweden, namentlich der Inventor und der Matt Mendoza hauen uns nach einem Demo und der auch von mir mit Entzückung zur Kenntnis genommenen „Under the Hammer of Destruction“ ein neues, wunderbar dahin rumpelndes Death Metal Album um die Ohren. A bisserl langsamer sind sie geworden die BASTARD PRIESTer, den räudigen Underground Charakter samt rumpel Produktion hat das infernalische Duo aber – dem Deibel sei gedankt – beibehalten.

Dennoch ist „Ghouls Of The Endless Night” im Vergleich zu „Under the Hammer of Destruction“ (was ja im Endeffekt nur eine überarbeitete Version des „Merciless Insane Death“ Demos aus dem Jahr 2008 war) ein Fortschritt, ja eine Weiterentwicklung, wenngleich man mit solchen Worten bei einem derartigen Geheimtipp sowie Kommerz-Verweigerer vorsichtig sein sollte. Aber ein „Poison“, welches schleppend dahin kriecht, oder das zwischen konsequenter Raserei und Slo-Mo Parts wechselnde „Fucking Slaughter“ wäre in dieser Art und Weise auf dem Vorgänger kaum vorstellbar gewesen. Die BASTARD PRIEST‘s wären aber nicht die BASTARD PRIEST’s, wenn sie nicht diese herrlich coole Leck Mich Am Arsch Attitüde mit on Board hätten, die sägenden Gitarren, das scheppernde Schlagzeug, die abartigen Vocals der beiden Protagonisten, all das ist auch mit mittlerweile durchschnittlich viereinhalb Minuten langen Tracks einfach nur köstlich und irgendwie auch crust-punkig einzigartig, auch weil sich die beiden im CELTIC FROST/HELLHAMMER Ableger „Sacrilegious Ground“ sogar über die kultigen uuhhhhssss drüber gewagt haben. Dazu gesellt sich mit „Last Scream“ ein gar minimal in den Death’n’Roll abdriftendes Stück, sowie als Raustreter das schon epische Ausmaße annehmende (sechs Minuten Spielzeit) sanft beginnende und aufs kongenialste betitelte „Enormous Thunder Of The End“.

Die BASTARD PRIEST werden irgendwann zu einer dieser raren, dieser kaum noch zu findenden Kultbands avancieren, bis dahin sollte man den beiden Schweden einfach ungeteilt seine Aufmerksamkeit schenken, ganz, ganz kultige Angelegenheit.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (28.10.2011)

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